Werbungskosten: Holen Sie Ihr Geld zurück

Donnerstag, 09.03.2017

Im Beruf zu bestehen kostet Geld – wahrscheinlich mehr, als Sie vermuten würden. Da muss eine neue Arbeitstasche her oder der Laptop macht schon wieder schlapp. Verschenken Sie kein Geld, holen Sie sich die Ausgaben zurück – über die Werbungskosten in Ihrer Steuererklärung.

1.000 Euro bietet das Finanzamt derzeit pauschal, wenn Sie als Arbeitnehmer auf die Aufschlüsselung Ihrer Werbekosten verzichten. Um diesen Betrag wird das zu versteuernde Einkommen gesenkt. Klingt lukrativ, ist jedoch meist eine schlechte Wahl. Ausgaben im Sinne von Werbungskosten summieren sich, die 1.000-Euro-Grenze ist da schnell erreicht.     

Welche Ausgaben sind abzugsfähig?

Grundsätzlich sind alle Kosten Werbungskosten, die Sie zur Ausübung Ihres Berufes benötigen. Das beginnt nicht unbedingt mit dem täglichen Kauf von Lebensmitteln, die Kosten für die Party mit den Kollegen gehören unter bestimmten Bedingungen aber durchaus dazu. Immer gilt: Nur Mut! Mehr als ablehnen kann das Finanzamt Ihre Forderungen nicht. 

Welche Arbeitsmittel dürfen es sein?

Ganz klar zu den Werbungskosten gehören alle Arbeitsmittel vom PC bis zum Stuhl, solange sie hauptsächlich beruflich genutzt werden. Auch das Arbeitszimmer selbst ist absetzbar, hier hat der Gesetzgeber allerdings sehr strenge Regeln aufgestellt. Eine der Voraussetzungen ist, dass Ihnen kein anderer betrieblicher Arbeitsplatz zur Verfügung steht.

Wie kommen Sie von A nach B?

Ebenfalls abzugsfähig sind Ausgaben, die im Zusammenhang mit der Reisetätigkeit entstehen. Es beginnt mit der täglichen Fahrt zur Arbeit, für die eine Entfernungspauschale von 0,30 Euro pro Kilometer angesetzt werden kann. Sind die realen Kosten höher, können Sie diese mit Belegen geltend machen. Auch der Führerschein für Bus und LKW wird steuerlich anerkannt.

Ebenfalls mit hohen Erstattungen verbunden ist oft die beruflich bedingte doppelte Haushaltsführung. Zu den Fahrtkosten kommen hier vor allem absetzbare Mietkosten hinzu.

Nutzen Sie Ihre Rechte

Kosten für Verbände, Berufsbekleidung oder für die Rechts- und Steuerberatung … die Liste ließe sich fortsetzen. Und wie war das eigentlich mit Ihrer Zukunftsplanung? Wollten Sie nicht die Meisterprüfung machen oder den Doktortitel holen? Legen Sie los, die Kosten lassen sich absetzen. 

Werbungskosten absetzen

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