Welche Haustiere sind in der Mietwohnung erlaubt?

Montag, 13.03.2017

Sie wollen sich einen Hund anschaffen oder den Kindern den Wunsch nach einem Hamster erfüllen? Dann stellt sich die Frage: Was ist vom Vermieter erlaubt? 

Das Positive gleich zu Beginn: Ein generelles Verbot von Haustieren in Mietwohnungen gibt es in Deutschland nicht. Allerdings bedeutet das keineswegs, dass jedes Tier oder eine beliebige Zahl von Tieren vom Vermieter erlaubt werden muss. Grundsätzlich gilt: Das Tier, das Ihnen Freude bereitet, darf für Ihre Nachbarn nicht zur Belästigung werden. Ein bellender Hund muss also weder von der Hausgemeinschaft noch vom Vermieter akzeptiert werden.

Ungefährliche Kleintiere sind willkommen    

Kleintiere wie Meerschweinchen oder Zierfische sind laut Mietrecht im Vorteil. Hier geht das Gesetz davon aus, dass der Einfluss auf die anderen Hausbewohner gering ist. Die Kleintiere dürfen daher ohne eine Erwähnung im Mietvertrag bei Ihnen einziehen. Erst wenn es um viele Tiere geht, sieht die Sache womöglich anders sein. Gilt das übliche Maß als überschritten, kann der Vermieter sein Veto einlegen. Wo die Höchstgrenze liegt, muss im Zweifelsfall gerichtlich geklärt werden. Denn mögen vier kleine Aquarien noch zulässig sein, sind es vier 1000-Liter-Becken wahrscheinlich nicht.

Generell anders geregelt ist die Situation bei Tieren, von denen eine Gefährdung ausgehen kann. So bedarf die Haltung von Giftschlagen neben der behördlichen Genehmigung auch einer Zustimmung des Vermieters. Lehnt er ab, haben Sie kaum Chancen dagegen zu klagen.

Hund und Katze als Mitbewohner   

Gerade Hunde geben oft Anlass für Streit. Um das Risiko gering zu halten, sollten Sie daher immer den Vermieter um seine Zustimmung bitten, und zwar bevor der Vierbeiner angeschafft wird. Bei den Vierbeinern muss der Vermieter ohnehin im Einzelfall entscheiden, denn auch hier ist ein allgemeines Verbot im Mietvertrag nicht zulässig. Auch eine generelle Erlaubnis besteht jedoch nicht.

Maßgeblich für die Zustimmung des Vermieters sind das Tier selbst, Dackel oder Dogge, aber auch Ihre privaten Lebensumstände. Dient der Hund zum Beispiel als Blindenhund, muss der Vermieter ein Nein gut begründen. Jede Erlaubnis bezieht sich auf das konkrete Tier. 

Frau mit Hund

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