Wasserschaden durch Regen: Wer übernimmt die Kosten?

Montag, 28.08.2017

Starke Regenfälle wie kürzlich in Berlin verursachen gigantische Schäden an Hab und Gut. Doch wer kommt dafür auf? Bei Autos zahlt die Teilkasko. Hausrat und Gebäude sind bei einem Wasserschaden durch Regen nur durch eine zusätzliche Versicherung gedeckt. 

Fälschlicherweise nehmen viele Menschen an, dass eine Hausratversicherung die Kosten für jede Art von Wasserschaden abdeckt.Sie kommt jedoch nur für Schäden auf, die durch Leitungswasser oder Abwasser entstehen, das aus undichten Rohren, Armaturen oder Schläuchen von Haushaltsgeräten stammt. Wird dadurch Eigentum von Dritten beschädigt, zahlt die Privathaftpflichtversicherung.

Wasser in Form von Regen und Hochwasser zählt zu den Risiken, die nur in einer Elementarschadenversicherung enthalten sind. Durch Regenfälle aufsteigendes Grundwasser und Rückstau aus der Kanalisation gehören dort ebenfalls zu den versicherten Risiken.  

Wasserschaden durch Regen: zusätzliche Versicherung nötig   

Bei der Elementarschadenversicherung handelt es sich um eine Zusatz-Versicherung. Das bedeutet, sie ist nicht einzeln erhältlich, sondern nur zusammen mit einer Hausratversicherung oder einer Wohngebäudeversicherung. Wenn bei starkem Regen beispielsweise ein Keller voll Wasser läuft, kommt für diesen Wasserschaden die Elementarschadenversicherung auf. Sie übernimmt die Kosten für das Trocknen, die Sanierung und Reparatur im und am Gebäude. Dazu zählen das Wohnhaus sowie sämtliche Nebengebäude von Garage bis Geräteschuppen.

Im Ernstfall hohe Schadenssumme

Ersetzt wird außerdem der Wiederbeschaffungswert des vom Regenwasser zerstörten Hausrats. Wenn ein Haus abgerissen werden muss, zahlt auch dafür die Versicherung und kommt für den Neubau eines gleichwertigen Gebäudes auf. Sind durch den Wasserschaden die Räume unbewohnbar, wird von der Versicherung auch die vorübergehende Unterbringung in einem Hotel übernommen.

In einer Elementarschadenversicherung sind außer Überschwemmung und Rückstau weitere Elementarschäden durch Naturereignisse versichert. Dazu gehören Erdrutsch und Erdbeben sowie Schneedruck und Lawinen. Das größte Problem an der Elementarschadenversicherung: In Risikogebieten wird sie oft nicht angeboten.   

Sandsäcke in Übrschwemmungsgebiet

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