Warnblinker: So nutzen Sie ihn korrekt

Freitag, 29.12.2017

Der Einsatz der Warnblinker ist nicht Ermessenssache, er unterliegt den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung (StVO). Dabei setzen die meisten Autofahrer die Warnblinker in den richtigen Situationen ein, haben aber zusätzlich weitere Verwendungsmöglichkeiten für sich entdeckt. Das kann zu Geldbußen führen. 

Wer kurz auf dem Gehweg stoppt oder in der zweiten Reihe parkt, begeht einen Verkehrsverstoß. Der Einsatz der Warnblinker hebt diesen jedoch nicht auf – er fügt ihm noch einen weiteren hinzu.  

Folgende Einsatzmöglichkeiten sind laut StVO zulässig und zugleich verpflichtend:

  • Warnung vor einer drohenden Gefahr durch den eigenen Wagen oder durch Dritte, zum Beispiel am Ende eines Staus
  • Warnung der anderen Verkehrsteilnehmer, dass ein Abschleppvorgang erfolgt. Beide Fahrzeuge betätigen die Warnblinker.
  • Warnung der anderen Verkehrsteilnehmer, dass ein Schaden an der Weiterfahrt hindert, das Auto also „liegengeblieben“ ist

Warnblink-Regelung für Busse

Für Linienbusse und gekennzeichnete Schulbusse gelten Sonderregelungen beim Einsatz der Warnblinkanlage. Der Fahrer muss die Warnblinkanlage betätigen, wenn die zuständige Straßenverkehrsbehörde an Haltestellen ein entsprechendes Schild aufstellt. Die Blinker werden dann schon bei der Annährung gesetzt und bleiben während des gesamten Ein- und Aussteige-Vorgangs angeschaltet. Ziel ist es, die Sicherheit im Haltestellenbereich zu erhöhen.  

Ein fahrender Bus mit Warnblinklicht darf nicht überholt werden, ein stehender Bus in Schrittgeschwindigkeit.

Warnblinker missbräuchlich genutzt

Wer die Warnblinker falsch einsetzt, riskiert ein Bußgeld von fünf Euro.  

Auto mit eingeschaltetem Warnblinker

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