Vorsicht Seitenwind: Richtig reagieren und Unfälle vermeiden

Montag, 04.12.2017

Die Kräfte, die bei starkem Seitenwind herrschen, sind enorm. Sie können selbst einen schweren Wagen mühelos um mehrere Meter zur Seite schieben. Die eigentliche Gefahr ist jedoch nicht die Böe, es ist die Überreaktion des Fahrers.

Verkehrsexperten raten dazu, bei plötzlich auftretendem Seitenwind kontrolliert und sanft gegenzulenken. Das ist in der Praxis gar nicht so leicht. Hunderte Seitenwind-Unfälle pro Jahr gehen darauf zurück, dass sich der Fahrer erschrickt und überhastet reagiert. Spätestens mit dem Ende der Böe bricht der Wagen dann aus. Schwere Unfälle können die Folge sein.

Bei Seitenwind vorbereitet sein

Technische Fahrzeugsysteme, um auf den Seitenwind zu reagieren, gibt es seit Jahren. Sie sind jedoch der Luxusklasse vorbehalten, die meisten Fahrer bleiben auf sich allein gestellt. Um Seitenwind-Unfälle zu vermeiden, können Sie zwei Dinge tun:

  1. Die Verkehrsnachrichten verfolgen und auf die Windsäcke achten, die zum Beispiel an besonders gefährdeten Brücken angebracht sind. Wer auf Seitenwind eingestellt ist, hat deutlich bessere Chancen, kontrolliert und sicher zu reagieren. Erhöhte Aufmerksamkeit macht meist den entscheidenden Unterschied aus.
  2. Die Geschwindigkeit bei starkem Wind und der Gefahr von Seitenwinden drosseln. Seitenwinde erzielen bei hohem Fahrtempo eine deutlich stärkere Wirkung. Sie können bei Orkanstärke sogar Fahrzeuge zum Umkippen bringen.

Wer ist wo besonders gefährdet?

Die Wirkung des Windes richtet sich nach der Windstärke, der Geschwindigkeit des Fahrzeugs und der Fahrzeugart. Hohe Karossen, zum Beispiel bei Kleinbussen und Vans, sind aufgrund der großen Angriffsfläche des Windes besonders gefährdet.

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Plötzliche Seitenwinde treten vor allem an Brücken, hinter Tunneln und an Waldschneisen auf. Auch entlang von Alleen und Freiflächen (Felder, Wiesen etc.) gelten als Unfall-Schwerpunkte. Zu besonderer Aufmerksamkeit wird zudem am Ende von Lärmschutzwänden geraten.  

Windsack

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