Tierischer Brandschaden zu Weihnachten: Wer zahlt?

Freitag, 15.12.2017

Muss der Katzenkorb während der Festtage dem Weihnachtsbaum weichen, kann es leicht zum Unglück kommen: Das Tier trabt verschlafen zu seinem gewohnten Platz, der entzündete Baum stürzt und schon steht die Wohnung in Flammen. Wer aber kommt für den Brandschaden durch Tiere auf?

Grundsätzlich sind Brandschäden am Wohnungsinventar durch die Hausratversicherung abgedeckt. Entstehen auch Schäden am Gebäude selbst, springt die Wohngebäudeversicherung ein. Das gilt auch, wenn die Katze den Schaden auslöst.

Kürzung bei grober Fahrlässigkeit

Ob die Versicherung den Schaden in voller Höhe übernimmt, hängt nun an den Begleitumständen. Die Frage ist generell, wie und durch wen es zu dem Feuer gekommen ist. Im oben geschilderten Fall wird die Versicherung sicherlich im vollen Umfang für den Schaden aufkommen, wenn Tier und Baum nicht unbeaufsichtigt geblieben sind.

Wurden die Kerzen entzündet, ohne den festlichen Baum später weiter zu beaufsichtigen, kann die Versicherung den Auszahlungsbetrag allerdings kürzen, wobei im Einzelfall über den Abschlag entschieden wird. Eine generelle Verweigerung der Zahlung wäre nur bei Vorsatz möglich.

Im tragischen Fall, dass auch die Katze durch den Brand in Mitleidenschaft gezogen wird, zählt sie versicherungstechnisch auch selbst zum Hausrat, womit die Behandlungskosten übernommen werden.

Haftpflichtschäden

Angenommen eine Katze sorgt für einen Schaden bei Dritten, würde die Privathaftpflicht einspringen. Für „Exoten“ und größere Tiere, zu Beispiel Hunde, gilt dies nicht. Hier ist eine Tierhaftpflicht, also zum Beispiel Hundehaftpflicht, zwingend erforderlich. Der Halter haftet sonst mit seinem gesamten Vermögen.

Katze im Weihnachtsbaum

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