Stille Feiertage: Was ist das eigentlich?

Mittwoch, 01.11.2017

An stillen Feiertagen sind laute Unterhaltungsveranstaltungen untersagt. Es herrscht Tanzverbot und die Clubs bleiben geschlossen. Mit diesen Maßnahmen soll der „ernste Charakter“ der „stillen Feiertage“ unterstrichen werden, die gar nicht unbedingt gesetzliche Feiertage sind.

Eine bundesweite Regelung zu Auflagen an „stillen Tagen“ gibt es nicht. Das ist Ländersache. Viele stille Feiertage gelten ohnehin nur regional.

Übersicht: Stille (Feier-)Tage und ihre Bedeutung

  • Aschermittwoch: als Beginn der christlichen Buß- und Fastenzeit
  • Gründonnerstag: in Erinnerung an das letzte Abendmahl von Jesus Christus und der Jünger
  • Karfreitag: in Erinnerung an die Kreuzigung Jesu Christi
  • Karsamstag: als Tag der Grabesruhe Jesu Christi
  • Reformationstag: im Gedenken der evangelischen Christen an Martin Luther
  • Allerheiligen: im Gedenken an die Vielzahl der Heiligen (und Verstorbenen)
  • Volkstrauertag: in Erinnerung an die Kriegstoten und die Opfer von Gewalt
  • Buß- und Bettag: als Aufruf der evangelischen Kirche zum Gebet und zur Buße
  • Totensonntag: im Gedenken der evangelischen Christen an ihre Verstorbenen
  • Heiligabend: als Vorabend des Weihnachtsfestes (mit Bescherung)   

Wo welcher Feiertag begangen wird, hängt von der katholischen oder evangelischen Prägung der Region ab. Der Buß- und Bettag ist zum Beispiel nur in Sachsen als Feiertag. Allerheiligen am 1. November ist hingegen den katholisch geprägten Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland vorbehalten.

Strafen bei Verstoß

Wer gegen die jeweiligen Landesauflagen an stillen Feiertagen verstößt, also zum Beispiel als Veranstalter eine Diskothek öffnet, muss mit empfindlichen Bußgeldern rechnen. Bis zu 10.000 Euro können fällig werden.

 

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