Steuerfreigrenze beim Lohn: Wann gilt sie?

Donnerstag, 28.12.2017

Reine Sachbezüge von Arbeitnehmern sind steuerfrei und von Sozialversicherungsabgaben befreit. Das gilt jedoch nur bis zur Steuerfreigrenze von 44 Euro pro Monat. Der Gesetzgeber schaut dabei genau hin, welche Arbeitgeber-Zuschüsse in den Genuss der Steuerfreiheit kommen.

„Wenn der Arbeitnehmer lediglich die Sache selbst und nicht anstelle dessen Geld oder Geldausgleich beanspruchen kann, liegen Sachbezüge vor“, erklärt Erich Nöll vom Bundesverband Lohnsteuerverein die aktuelle Gesetzgebung: Das bedeute zugleich, dass die entsprechende Zuwendung abgabenfrei bleibt, die Einhaltung des Grenzwerts von 44 Euro vorausgesetzt.

Ausnahmen: Zusatzversicherungen

Selbst diese Auslegung kennt jedoch Einschränkungen. So wird derzeit der Arbeitgeber-Zuschuss zu privaten Zusatzversicherungen nicht als steuerfreier Sachlohn anerkannt. Bis zur anstehenden Entscheidung des Bundesfinanzhofs rät Nöll, gegen Steuerbescheide vorsorglich Einspruch einzulegen, wenn dort entsprechende Zuschüsse versteuert wurden. 

Steuerfreigrenze: Regelungen

Tank- oder Essen-Gutscheine sind typische Sachbezüge, die der Steuerfreiheit unterliegen und nicht sozialabgabenpflichtig sind. Eine Barauszahlung ist hier genauso ausgeschlossen wie beim kostenlosen Jobtickets. Alle gewährten Sachbezüge eines Monats werden jedoch addiert. Wenn die Summe die 44-Euro-Grenze überschreitet, werden auf den Gesamtbetrag Steuern erhoben.  

Untersagt ist, nicht ausgeschöpfte Budgets zur 44-Euro-Grenze in den Folgemonat zu übernehmen. Um die erforderliche Abgrenzung zu garantieren, darf beispielsweise selbst ein Jobticket nicht als Jahresticket ausgestellt sein. Den Sachlohn als Barzuschuss zu gewähren, ist generell ausgeschlossen. Das gilt auch, wenn es später Nachweise für den zweckbezogenen Erwerb gibt

Erfreute Frau mit Gutscheinkarte

Kommentare