So verhalten Sie sich richtig in der Verkehrskontrolle

Dienstag, 06.02.2018

Die meisten Autofahrer geraten nur alle paar Jahre in eine Verkehrskontrolle, selbst wenn sie täglich im Auto unterwegs sind. Gerade das Ungewohnte an der Situation sorgt für Aufregung und verleitet zu Fehlern. Gut dran ist, wer ruhig bleibt und seine Rechte kennt.

Der Tipp, ruhig zu bleiben, bezieht sich dabei nicht nur auf die innere Anspannung. Es geht vor allem um die eigenen Aussagen, mit denen sich der Fahrer selbst belasten kann. Wer zum Beispiel erklärt, nur wegen des dringenden Termins so schnell gefahren zu sein, hat den Vorsatz der Tat schon eingeräumt. Schweigen ist daher immer der sicherste Weg.

Steige ich bei einer Polizeikontrolle aus?

Wenn Sie von der Polizei zum Anhalten aufgefordert werden, müssen Sie dem Folge leisten. Fahren Sie rechts ran und schalten Sie den Motor aus. Bleiben Sie solange im Fahrzeug sitzen, bis Sie von den Beamten zum Aussteigen aufgefordert werden.

Was muss ich der Polizei mitteilen?

Sie sind verpflichtet, Ihren Namen zu nennen sowie Führerschein und Fahrzeugpapiere vorzulegen. Bei allen anderen Fragen (Wo kommen Sie denn her? Sie wissen, warum wir Sie angehalten haben?) können Sie freundlich aber bestimmt erklären, dass Sie keine Angaben machen wollen – schließlich muss sich nach deutschem Recht niemand selbst belasten.

Muss ich einen Alkohol- oder Drogenschnelltest machen?

Die Beamten können Sie bitten, ins berühmte Röhrchen zu pusten – zustimmen müssen Sie dem aber nicht. Niemand kann Sie dazu zwingen. Sehen die Beamten einen begründeten Verdacht, können sie Sie allerdings zum Bluttest mit ins Revier nehmen.

Wer Alkohol getrunken hat, sollte den Atemalkoholtest verweigern. Die Polizei wägt dann ab, ob Sie zur Blutabnahme müssen. In vielen Fällen wird darauf jedoch verzichtet, denn das Verfahren kostet Zeit und Geld – gerade wenn Sie zu Unrecht verdächtigt werden.

Wer keinen Alkohol getrunken hat, kann den Test machen, um Zeit zu sparen.

Darf das Fahrzeug durchsucht werden?

HU-Plakette, Warndreieck, Warnweste, Verbandskasten – all das darf vor Ort kontrolliert werden. Sie sollten hier unbedingt kooperieren. Geht es um eine Durchsuchung (auch des Kofferraums) können Sie freundlich nach einem richterlichen Beschluss fragen. Gibt es diesen nicht (was wahrscheinlich ist), können die Beamten die Durchsuchung mit „Gefahr im Verzug“ rechtfertigen, müssen das aber begründen

Frau wird von der Polizei gestoppt

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