So können Sie eine Abmahnung als Arbeitnehmer vermeiden

Freitag, 24.03.2017

Mit einer Abmahnung macht Ihnen Ihr Vorgesetzter deutlich, dass er ein gravierendes Fehlverhalten sieht, das nicht länger toleriert werden soll. Die Abmahnung gilt damit als Warnung, nicht zuletzt vor einer drohenden Kündigung. Das können Sie dagegen tun.

Gründe für eine Abmahnung gibt es viele. So dürfen Sie nicht unerlaubt bei der Arbeit fehlen, immer wieder zu spät erscheinen oder die Pausenzeiten überziehen. Alkoholika sind während der Arbeitszeit tabu, privates Surfen und Telefonieren ist zu unterlassen, wenn entsprechende Vorschriften bestehen. Schnell geahndet wird auch, wenn sich Kollegen durch Ihr Verhalten bedroht fühlen. Kurz gesagt: Sie müssen sich an die geltenden Betriebs- und Sicherheitsvorschriften halten.

Keine Abmahnung ohne konkrete Gründe

Ein allgemeiner Vorwurf, zum Beispiel über mangelndes Sozialverhalten oder wiederholtes Fehlen, genügt jedoch nicht. Der Arbeitgeber muss seine Abmahnung konkreten begründen und mit Fakten hinterlegen. So sind zum Beispiel alle Fehlzeiten aufzulisten, die Ihnen vorgeworfen werden. Geschieht dies nicht, können Sie gegen die Abmahnung vorgehen. Das gilt vor allem dann, wenn Ihnen der konkrete Grund der Mahnung gar nicht klar wird oder Sie inhaltlich widersprechen.

Mangelnde Arbeitsleistung – trifft das zu?

Wirft man Ihnen entgegen Ihrer eigenen Einschätzung Mängel bei der Arbeitsleistung vor, sollte eine inhaltliche Auseinandersetzung folgen. Vielleicht werden Sie ja für eine Tätigkeit eingesetzt, die gar nicht Ihren Skills und dem Arbeitsvertrag entspricht? Oder eine andere Abteilung liefert Vorlagen, die keine sinnvolle Verwertung ermöglichen? Drängen Sie in diesen Fällen auf eine schnelle und ehrliche Analyse. Abmahnen kann man Sie nur, wenn das Manko tatsächlich von Ihnen zu verantworten ist.

Wann eine Abmahnung vor Kündigung schützt

Eine Abmahnung ist eine ernste Warnung. Sie soll Ihnen aber zugleich die Möglichkeit geben, Ihr Verhalten zu ändern. Kommen Sie dem nach, ist eine spätere Kündigung aus demselben Grund ausgeschlossen. Erst die Wiederholung des Fehlers darf zu neuen Konsequenzen führen.

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