So beantragen Sie ein Kurzzeitkennzeichen

Sonntag, 18.03.2018

Die Lebensdauer eines Kurzzeitkennzeichens ist begrenzt. Maximal fünf Tage behält es seine Gültigkeit, wobei das Ablaufdatum für jeden sichtbar auf das Schild gestanzt wird. Dennoch erfüllt es seinen Zweck, denn Kurzzeitkennzeichen sind allein für Probe- und Überführungsfahrten bestimmt. So können Sie das Kurzzeitkennzeichen beantragen:

Wer ein Kurzzeitkennzeichen benötigt, muss sich ausweisen können, sowie einen Fahrzeugschein und eine elektronische Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer) besitzen. Halten Sie zudem 40 Euro für Gebühren bereit. Den weiteren Ablauf erklären wir hier in chronologischer Form:

Ausstellungsort: Kurzzeitkennzeichen können wahlweise am Wohnort oder am Standort des Fahrzeugs beantragt werden. Wer sich also zum Spontankauf hinreißen lässt, kann direkt vor Ort zur Zulassungsbehörde gehen.

Ablauf der Beantragung

Versicherung

Die benötigte eVB-Nummer erhalten Sie bei jeder Kfz-Versicherung. Aus Kostengründen ist es sinnvoll, gleich den Versicherer zu wählen, bei dem der Wagen auch später versichert werden soll. Meist bleibt die Kurzzeitversicherung damit kostenfrei.

Die eVB-Nummer erhalten Sie binnen weniger Tage per Post oder noch schneller als E-Mail oder SMS. Dies genügt als Nachweis der gesetzlich vorgeschriebenen Haftpflichtversicherung. Kasko-Schutz besteht nicht.

Zulassung

Auf der Zulassungsstelle (Straßenverkehrsamt) erhalten Sie nach Vorlage aller Nachweise (eVB-Nr., HU, Zulassungsbescheinigung I oder II, gegebenenfalls Gewerbenachweis) Ihr Kennzeichen in Form der Nummer, die später auf dem Nummernschild erscheinen soll. (Hinweis: Das Kurzzeitkennzeichen kann auch online beantragt werden.) 

Kennzeichen

Nach einer Prägestelle muss im Umfeld der Zulassungsstelle meist nicht lange gesucht werden. Das Schild können Sie gleich mitnehmen, um damit zur Zulassungsstelle zurückzukehren. Hier wird das Werk mit dem Zulassungsstempel vollendet.  

Hinweis: Besitzt das Fahrzeug keine Hauptuntersuchung, können Sie mit dem Kurzzeitkennzeichen eine Untersuchungsstelle im nahen Umkreis anfahren und bei Bedarf auch eine nahe gelegene Werkstatt (gilt nicht bei Mängeln, die die Verkehrssicherheit gefährden). Weitere Fahrten, also zum Beispiel die Überführung selbst, sind ohne HU untersagt. Da die fehlende HU im Fahrzeugschein vermerkt wird, ist eine Umgehung des Verbots nicht ratsam.

Bei einer Überführung ist Ausland sollten Sie sich über die gültigen Regelungen des jeweiligen Landes informieren. Abkommen bestehen mit Österreich, Italien und Dänemark. Hier sollte es also keine Probleme geben. Viele andere Staaten zeigen sich tolerant.

Kurzzeitkennzeichen

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