SCHUFA-Auskunft: Achtung, Betrüger

Freitag, 12.05.2017

Sie wollen einen Kreditvertrag abschließen, einen Laptop finanzieren oder einfach nur auf Rechnung kaufen? Dann sollte die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, SCHUFA, Ihnen besser gewogen sein. Sonst heißt es schnell: Gibt’s für Sie leider nicht. Was aber tun? Zunächst einmal in Erfahrung bringen, welche Daten die SCHUFA eigentlich über Sie speichert.   

Das deutsche Datenschutzgesetz legt fest, dass jeder Bürger Einblick in die über ihn gespeicherten Bonitätsdaten erhalten muss. Das gilt für die SCHUFA ebenso wie für andere Auskunftsdateien, zum Beispiel Bürgel oder Infoscore. Seit April 2010 ist diese Selbstauskunft kostenfrei, zumindest einmal pro Jahr – vorausgesetzt, man findet tatsächlich den Weg zu diesem Angebot.

SCHUFA-Auskunft: Was macht das Unternehmen?

Bei der SCHUFA fragt an, wer sich über die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens oder einer Privatperson informieren möchte. Zentrales Anliegen dabei: Der Fragende will in Erfahrung bringen, ob sein potentieller Kunde dauerhaft in der Lage sein wird, alle Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Diese SCHUFA-Auskunft, basierend auf einer Datenbasis von Millionen Bundesbürgern und Unternehmen, ist kostenpflichtig. Ausnahme: Die jährliche Auskunft zur eigenen Person, die auch enthalten soll, woher die gesammelten Daten stammen und wer sie bisher bereits abgefragt hat. Diese kostenfreie Version zu finden, ist allerdings nicht leicht. Auch die SCHUFA selbst versteckt sie hinter einer Vielzahl kostenpflichtiger Angebote mit klangvollen Namen wie kompakt, plus oder premium.

Worin liegt das Betrugsrisiko bei der Abfrage?

Verbraucherschützer warnen seit Jahren davor, dass Online-Anbieter versuchen, die eigentlich kostenfreie Selbstauskunft zu Geld machen. Für den Download der entsprechenden Formulare – zum Beispiel zur Weitergabe an den künftigen Vermieter – wird dann plötzlich eine Gebühr verlangt. 25 Euro können das schon mal sein.

Die SCHUFA bestätigt das fragliche Vorgehen, lockt auf ihrer Seite (www.schufa.de) aber selbst in den Kostendschungel. Erst wer, vorbei an großen Teasern, im Reiter „Auskünfte“ (oben rechts) ganz nach unten scrollt, wird unter dem Stichwort „Datenübersicht nach §34 Bundesdatenschutzgesetz“ fündig. 

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