Schimmel in der Mietwohnung selbst beseitigen: Ist das erlaubt?

Montag, 11.12.2017

Schimmelpilze bilden sich bevorzugt in feuchten Räumen mit unzureichender Belüftung. Immer dichtere Fenster tragen zusätzlich zur Verbreitung bei, gerade in der „feuchten Jahreszeit“, also in Herbst und Winter. Was sollten Sie bei Schimmel in der Mietwohnung unternehmen?

Schimmel in Wohnräumen gefährdet die Gesundheit. Vor allem Atemwegserkrankungen sind häufig, die im schlimmsten Fall tödlich enden können. Mieter können selbst gegen diese Gefährdung vorgehen, empfohlen wird das jedoch nur selten. Zum einen setzt die Schimmelbehandlung Vorkenntnisse voraus, zum Beispiel beim Einsatz der geeigneten Chemikalien. Zum anderen ist Schutzkleidung erforderlich, was häufig missachtet wird. Bei einem großflächigen Schimmelbefall ist grundsätzlich der Einsatz von Spezialfirmen erforderlich.

Unabhängig vom Ausmaß der Schimmelbildung ist umgehend der Vermieter der Wohnung in Kenntnis zu setzen. Missachtet der Mieter seine Meldepflicht, können ihm mögliche Folgekosten in Rechnung gestellt werden, selbst wenn er nicht der Verursacher ist.

Ursachen für Schimmel in Mietwohnung klären

Das eigenständige Beseitigen von Schimmel in der Mietwohnung erschwert, die eigentlichen Ursachen des Befalls zu klären. Außerdem birgt die Eigenleistung die Gefahr, dass der Befall nicht vollständig beseitigt ist.  Häufig wird der Pilz nur oberflächlich entfernt und droht schnell nachzuwachsen.

Falls bauliche Mängel den Befall von Schimmel in der Mietwohnung verursachen, beispielsweise feuchtes Mauerwerk durch ungenügende Abdichtung oder eine defekte Regenrinne, ist der Vermieter verpflichtet, für Abhilfe zu sorgen. Er trägt auch die Kosten.

Schimmelbekämpfung in einer Wohnung

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