Richtig spenden: So kommt Ihr Geld sicher an

Dienstag, 05.12.2017

Geht es um Spendengelder, zeigen sich die Deutschen großzügig. Mehr als fünf Milliarden Euro spenden sie Jahr für Jahr, die gegen den Hunger, Schäden durch Umweltkatastrophen und vielerlei anderes Leid eingesetzt werden. Aber kommt das Geld auch wirklich an?

Große Geldbeträge wecken Begehrlichkeiten. So sind auch im „Spenden-Business“ kleine und große Gauner unterwegs, die das Gros der Mittel in die Verwaltung stecken oder gleich ganz in die eigene Tasche wirtschaften. Solchen Betrügern aufzusitzen, ist doppelt ärgerlich: Zum einen fühlt man sich um eine gute Tat betrogen, zum anderen gehen die Hilfebedürftigen leer aus.

Seriöse Hilfsorganisationen erkennen

Es gibt Indizien, anhand derer sich die schwarzen von den weißen Schafen trennen lassen. Zu nennen sind hier vor allem Ansprechhaltung und Transparenz der Hilfsorganisationen. Wer Spendengelder sammelt, sollte den Verwendungszweck genau benennen. Zugleich muss die Organisation deutlich machen, wie, in welcher Form und zu welchen Anteilen das Geld zu den Empfängern gelangt.

Spendeneintreiber, die von Tür zu Tür gehen und mit ihren Geschichten rühren, sind beim Spenden nicht unbedingt die erste Wahl. Sie versuchen – oft tatsächlich für einen guten Zweck – die plötzliche Konfrontation der potentiellen Geber auszunutzen. Das ist jedoch kein lauteres Vorgehen, denn auch eine Spenden-Entscheidung sollte in Ruhe getroffen werden.

Spendensiegel und Orientierungsstudien

Ein relativ objektiveres Bild über die Hilfsorganisationen bieten Auszeichnungen wie das DZI-Spendensiegel oder Transparenz-Studien, wie sie zum Beispiel im Auftrag des „Spiegel“ entstehen. Absolute Sicherheit gibt es jedoch nie, Machenschaften wie der UNICEF-Spendenskandal 2010 beweisen es.

Wie schwierig die Entscheidung für eine Spendenorganisation sein kann, leitet sich schon aus der reinen Quantität ab. So haben es zuletzt 230 Organisationen geschafft, das DZI-Siegel zu erreichen. Jeder dritte Neubewerber wurde nach Informationen des „Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen“ abgelehnt, weil die Kriterien eben nicht erfüllen wurden. Zusammengefasst werden diese Kriterien in einem 40-seitigen Dokument, das beim DZI zum Download bereitsteht. Hier erfahren also auch Spender im Detail, welche Maßstäbe angelegt werden.

Das DZI veröffentlicht zudem eine Negativliste von Organisationen, bei denen begründete Zweifel an einer ordentlichen Geschäftstätigkeit bestehen.

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