Rechtliches zu Karneval & Co.: Was ist erlaubt und was nicht?

Dienstag, 13.02.2018

Auch die Narrenfreiheit hat ihre Grenzen. In den Karnevalshochburgen sind diese jedoch deutlich nach hinten verschoben. Damit das so bleibt, sollten Narren und Jecken das rechte Maß nicht verlieren.

Ein abgeschnittener Schlips zur Weiberfastnacht, Blessuren durch harte Bonbon-Würfe und reichlich Lärm bis in die frühen Morgenstunden – das klingt ganz klar nach Ärger und Schadensersatz. Stimmt auch fast immer und fast überall, nicht jedoch zur „Fünften Jahreszeit“ im Karnevalsland. Da zeigen sich die Richter großmütig und verweisen auf die Tradition, ganz nach dem Motto: Wer heute eine Schlips trägt, muss wissen, worauf er sich einlässt. Für alle „Verfehlungen“ gilt das aber nicht, gerade im Arbeitsrecht.

Feiern zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch

Viele Karnevalsfans tun gut daran, an den Haupt-Karnevalstagen nicht zu arbeiten. Das sollte allerdings nicht mit spontanem Fernbleiben entscheiden werden, sondern mit einem Urlaubsantrag. Karnevalstage sind keine Feiertage, es sei denn, das Unternehmen gibt zum Beispiel am Rosenmontag frei. Wer unentschuldigt fehlt, dem droht die Kündigung.

Ein Schlückchen in Ehren…

Alkohol am Arbeitsplatz ist tabu, denn die Sicherheit und Leistungsfähigkeit leiden. Stimmt der Chef zu, darf aber angestoßen werden.

Als Hexe hinter den Bankschalter?

Gerade Mitarbeiter mit Kundenkontakt unterliegen häufig einer Kleidungsvorschrift, die der Karneval nicht beendet. Sprechen keine sicherheitsrelevanten Gründe dagegen, können eventuell Ausnahmen mit der Unternehmensführung vereinbart werden.  

Allzu freizügige Kostüme können übrigens auf der Arbeit und unterwegs Ärger bringen. Was andere Exhibitionismus nennen, sollte man selbst nicht als Kostüm feiern.

Bützje und mehr

„Nein heißt Nein“ lautet der Leitspruch um Sexualstrafrecht und der Karneval verrückt diesen Leitspruch um keinen Millimeter. Ja, ein Küsschen auf die Wange ist gute Bützje-Tradition, aber auch hier liebe Herren ist Nein sagen erlaubt.

Dixi statt Trottoir 

130 Euro kostet es in Köln, sich am berühmten Dom zu erleichtern – und mit Kontrollen sollte gerechnet werden. Das ist anderenorts vielleicht nicht ganz so streng, aber dennoch verboten. Zwischen 30 und 50 Euro kann man dann berappen.      

Karnevalisten im Büro

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