Mietvertrag vorzeitig kündigen – so funktioniert es

Mittwoch, 14.06.2017

Die im Mietvertrag vereinbarte Kündigungsfrist ist für den Mieter grundsätzlich bindend. Falls er den Vertrag vorzeitig kündigen will, muss er sich einvernehmlich mit dem Vermieter einigen. So kündigen Sie Ihren Mietvertrag vor Ablauf der vereinbarten Dauer. 

Einen Mietvertrag vorzeitig zu kündigen entspricht rechtlich einer Verletzung der Vertragspflichten. Entweder gelten die gesetzlichen Kündigungsfristen oder es wurden andere Regelungen getroffen, die einzuhalten sind. So verpflichtet sich ein Mieter in einem Zeitmietvertrag, eine Wohnung für eine bestimmte Dauer anzumieten. Bei längeren Kündigungsfristen als den gesetzlichen verzichtet der Mieter für einen bestimmten Zeitraum vertraglich auf sein Recht, seinen Mietervertrag zu kündigen.

Alle Vereinbarungen sind bindend. Sprich: Sie können zwar vorher ausziehen, müssen aber dennoch für die vereinbarte Dauer Miete zahlen und am Ende der Kündigungsfrist zur Wohnungsübergabe erscheinen.

Ausnahmen von der ordentlichen Kündigungsfrist

Nur in Ausnahmefällen besteht ein Recht zur außerordentlichen Kündigung seitens des Mieters. Fristlos können Mieter einen Mietvertrag kündigen, wenn sie von dem Vermieter oder seinen Bekannten bedroht werden. Auch starker Schimmelbefall berechtigt zur außerordentlichen Kündigung oder wenn die Mietsache nicht wie vereinbart zur Verfügung gestellt wird.

Ein krankheitsbedingter Umzug ins Pflegeheim stellt keinen Grund zur außerordentlichen Kündigung dar. Beim Tod des Mieters gelten Sonderkündigungsfristen.

Einvernehmliche Lösung anstreben

Ist im Mietvertrag keine sogenannte Nachmieterklausel enthalten, müssen sich Mieter und Vermieter einvernehmlich einigen, um den Mietvertrag vorzeitig zu kündigen. Ist der Vermieter bereit, einen geeigneten Nachmieter zu akzeptieren, gehen alle Vertragspflichten mit sofortiger Wirkung auf diesen über. 

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