Bedrohung der Luftsicherheit: Diese Dinge sollten Sie am Flughafen lieber nicht machen

Freitag, 14.07.2017

Der 11. September 2001 hat vieles verändert. Der 125 ml-Parfum-Flacon reist nicht länger im Handgepäck und dass der Steppke aus Reihe 1 mal im Cockpit vorbeischauen dürfte, das ist vorbei. Auch das Verhalten der Reisenden musste sich ändern. Denn die Luftsicherheit geht vor.

Die Passagiere des Air-Berlin-Fluges AB6517 werden sich sicher noch lange an diesen Tag im Mai 2016 erinnern. Da wollten sie nämlich von Berlin nach Köln, sind dann aber doch am Boden geblieben. Der Grund? Ein älterer Herr hatte über eine Bombe gescherzt, was zunächst das Boarding-Personal, dann den Kapitän und schließlich die Bundespolizei auf den Plan rief. Ein teurer Witz. Alle kostete er Zeit, den Scherzenden noch weit mehr.

Bei Flugreisen sensibel agieren

Man mag die Reaktion der Fluggesellschaften für übertrieben oder angemessen halten, wichtig ist: Die Regeln sind Gesetz. Wer will schon verantworten, dass es hier tatsächlich nur um einen albernen Scherz ging? Die Folgen eines Irrtums wären fatal, also reagiert man im Sinne der Luftsicherheit mit Macht.

Einzige Lösung für alle: das eigene Verhalten anzupassen.

Fünf Grundregeln fürs Fliegen

  • Keine Scherze über Bomben und andere Sprengstoffe, sobald Sie den Flughafen betreten: Wörter dieser Art sollten hier generell tabu sein.
  • Keine Scherze über Terroristen, auch nicht im Zusammenhang mit den jüngsten Nachrichten: Missverständnisse führen zur Kettenreaktion.
  • Mit klarem Kopf reisen: Bei einem Bier wird der Zugang zum Check-in oder an Bord schnell verwehrt, denn die Luftsicherheit ist in Gefahr.
  • Kein Widerspruch: Die Bordgewalt liegt beim Kapitän. Zitat OLG Frankfurt 2010: „Ein Flugkapitän ist berechtigt, Passagiere aus dem Flugzeug zu weisen und deren Beförderung abzulehnen, wenn diese sich weigern, seinen Anordnungen Folge zu leisten.“ Schadensersatz gibt es dann auch nicht.
  • Keine Auseinandersetzungen: Wer an Bord randaliert, wird an die Luft gesetzt – nach der Notlandung wegen Gefährdung der Luftsicherheit. Beispiele gibt es viele, zum Beispiel aus dem März 2017, als eine pöbelnde Passagierin aus LA ihre München-Reise schon auf Island beenden musste. Einige tausend Euro kostet das, weitere Strafen nicht ausgeschlossen.
Passagier am Flughafen

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