Lenßens Tipp: Schützen Sie Ihr Kind vor unlauterer Werbung!

Freitag, 10.06.2016 Ingo Lenßen

„Ich bin verärgert! Vor kurzem fragte mich meine Tochter, ob sie sich ein kostenloses Computerspiel runterladen dürfe. Ich hatte nichts dagegen, doch jetzt habe ich ständig Ärger und Streit mit ihr, weil die ganze Zeit Werbung aufploppt wie „Schnapp‘ Dir die günstige Gelegenheit und verpasse Deiner Rüstung & Waffen das gewisse Etwas“. Mein Kind will dieses Spielezubehör natürlich unbedingt haben, aber das kostet Geld! Darf denn das Softwareunternehmen zuerst etwas kostenlos anbieten und dann Kinder zum kaufen animieren?“

Nein, darf es nicht! Denn das ist eine unzulässige, an Kinder gerichtete Werbung! Und die hat bereits der Bundesgerichtshof ganz klar verboten! 

Beschweren Sie sich!

Sobald Formulierungen in kindertypischer Sprache wie:  „Kauf Dir…“ oder „Hol Dir …“ gebraucht werden, will der Betreiber ganz gezielt Kinder ansprechen - und das darf er nicht. Und nicht nur das - wer als Anbieter dabei erwischt wird, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit einer zum Teil heftigen Geldstrafe bestraft. Was Sie nun tun können: Wenden Sie sich an die Wettbewerbszentrale und reichen Sie eine Beschwerde ein. Das geht ganz einfach entweder:

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Bundesgerichtshof Karlsruhe Az.: I ZR 34/12

UWG Nr. 28 Anh. Zu § 3 Abs. 3

Mädchen auf Sofa mit iPad

Weitere Artikel

Kommentare