Lenßens Tipp: Dürfen Supermärkte in „haushaltsüblichen Mengen“ verkaufen?

Freitag, 18.09.2015 Ingo Lenßen

„Letzte Woche wollte ich beim Kaufland um die Ecke 10 Kästen Bier kaufen. Wegen einer Werbeaktion waren die gerade saubillig! Doch als ich da war, wollten die mir nur 5 Kästen verkaufen. Dabei haben sie was von „haushaltsüblichen Mengen“ erzählt… Was soll das?“

Ich kann Ihren Ärger verstehen, aber grundsätzlich gilt, dass jeder Händler in Deutschland selbst entscheiden darf, welche und wie viel Ware er an seine Kunden verkaufen möchte. Denn gerade die großen Werbeaktionen mit den sogenannten „unschlagbaren“ Preisen locken nicht nur Verbraucher, sondern auch viele Gewerbetreibende an, welche sich dann mit massenhaft Ware eindecken, um diese selbst mit Gewinn teuer weiterzuverkaufen. Dies ist aber nicht Sinn und Zweck der Werbeaktion – wer will schon die Konkurrenz unterstützen! Deshalb verkaufen Supermärkte oft nur in „haushaltsüblichen Mengen“, also so viel, wie Verbraucher durchschnittlich in ca. zwei bis vier Wochen verzehren.

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Landgericht Hamburg Az. 327 O 272/11

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