Lenßens Tipp: Farbige Wände – (K)eine Geschmackssache!

Freitag, 23.10.2015 Ingo Lenßen

„Unser Mieter ist ausgezogen, doch bei der Wohnungsübergabe bin ich aus allen Wolken gefallen: Alle Wände waren leuchtend blau gestrichen. Als ich unserem Mieter dann sagte, er müsse unbedingt wieder alles weiß streichen, meinte er nur, die Wände seien erst vor einem halben Jahr gestrichen worden. Das würde wohl reichen. Ich kann die Wohnung in dieser Farbe aber unmöglich weiter vermieten. Ich sehe allerdings auch nicht ein, warum ich selbst den Maler zu zahlen habe, damit der alles wieder weiß streicht.“

Sie müssen das auch nicht zahlen. Denn jeder Mieter darf zwar selbst entscheiden, wie er die Wände streicht, während er in der Wohnung wohnt. Bei Übergabe müssen die Wände aber wieder in einer Farbe gestrichen sein, die für möglichst viele Mietinteressenten akzeptabel ist. Das ist leuchtend blau definitiv nicht, auch wenn es frisch und ordentlich gestrichen ist. Falls Ihr Mieter sich also weigert, selbst zu streichen, muss er die Kosten für einen Maler, den Sie beauftragen werden, übernehmen!

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

BGH Urt. v. 6.11.2013, VIII ZR 416/12

Frau mit Farbrolle

Weitere Artikel

Kommentare