Lenßens Tipp: „Schwarz“ gezahlt und jetzt ein Dach mit Löchern

Donnerstag, 25.06.2015 Ingo Lenßen

„Wir haben unser Dach neu decken lassen. Der Handwerker hat mich überredet, die Sache „schwarz“ laufen zu lassen. Ich würde ja schließlich auch Geld sparen, und ich habe mich dazu hinreißen lassen. Nachdem er seine Arbeit gemacht hat, sind mir allerdings einige Mängel aufgefallen. Doch als ich wollte, dass er die ausbessert, sagte er nur: „Vergiss es, der Vertrag ist ohnehin unwirksam!“ Wie frech ist das denn? Hat er Recht?“

Leider ja, denn der „Vertrag“ verstößt gegen ein gesetzliches Verbot und ist deshalb tatsächlich unwirksam. Schwarzarbeit ist nämlich nicht erlaubt. Das bedeutet also, dass Sie keine Rechte gegen den Handwerker auf Nachbesserung haben. Der BGH hat sogar gesagt, dass Sie nicht einmal Ihr Geld zurück bekommen, wenn der Handwerker schlecht, fehlerhaft oder nicht fertig gearbeitet hat!

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

BGH Urt. v. 11.6.2015, VII ZR 216/14

§ 134 BGB

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