Lenßens Tipp: Keine Beförderung wegen privater Internetnutzung

Dienstag, 26.05.2015 Ingo Lenßen

„Seit drei Jahren bin ich Kommissar in Rheinland-Pfalz. Nun dachte ich, dass ich gute Chancen auf die Beförderung zum Hauptkommissar hätte. Als Antwort auf den Antrag zur Beförderung bekam ich allerdings eine Absage mit der Begründung, dass meine Disziplinarstrafe noch keine drei Jahre her sei. Denn ich musste letztes Jahr eine kleine Geldstrafe für die private Nutzung des Internets am Arbeitsplatz zahlen. Deshalb sei ich von einer Beförderung prinzipiell ausgeschlossen. Aber kann das sein? Es war doch nur eine Bagatelle!“

Nein, das kann nicht sein. Es gibt kein Gesetz, das einen solchen Ausschluss vorsieht. Und ohne Gesetz keine Verweigerung! Allerdings können und werden Ihre Vorgesetzten aller Voraussicht nach im Bewerbungsverfahren Ihr Fehlverhalten in die Entscheidung mit einfließen lassen. Dagegen können Sie nichts tun. Denn Sie hatten ja tatsächlich einmal eine Dummheit begangen, die Sie nun im Zweifel wieder einholt.

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

VG Mainz Urt. v. 25.3.2015, 4 L 98/15.MZ

Businessman

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