Lenßens Tipp: Wie wehre ich mich gegen Internetbetrüger?

Freitag, 12.12.2014 Ingo Lenßen

Sind Sie auch schon Opfer der neuen E-Mail-Betrugswelle geworden? Falls nicht – Glück gehabt! Denn immer mehr Betrüger versuchen gerade, an Ihr Geld zu kommen. Und das mit Angst einflößenden Methoden. Hier sind die Abwehr-Strategien gegen solch fiese Machenschaften:

Trick Nummer 1: Erpressung

Wie aus den Berichten der Polizei hervorgeht,  treten neuerdings immer mehr internationale Banden im Internet auf, die ihre Opfer per E-Mail sogar mit dem Tode bedrohen, sollten sie nicht den geforderten Geldbetrag zahlen. Die zumeist in Englisch abgefassten Mails fordern dazu auf, Geld per Western Union zu überweisen. Unser dringender Rat: Überweisen Sie nicht, und antworten Sie keinesfalls auf diese Mails. Wenden Sie sich stattdessen sofort an die Polizei. 

Trick Nummer 2: Verunsicherung

Andere Tätergruppen versuchen gerade, ihre Opfer mit völlig haltlosen Beschuldigungen zur Zahlung zu nötigen. Etwa wegen des Besitzes von Pornografie oder des illegalen Downloads von Musik und Filmen. Auch wenn Sie ein völlig reines Gewissen haben – der Sinn solcher E-Mail besteht darin, Sie zum Klicken auf einen Mail-Anhang zu verführen. Wer das tut, lädt sich damit automatisch Computerviren oder so genannte Trojaner auf seinen Rechner und verliert damit die Kontrolle über das Gerät.

Trick Nummer 3: Weiches Herz

An Ihr Mitleid appellieren die Betrüger bei Emails, in denen sie Ihnen eine Notlage von Freunden oder Verwandten vorgaukeln. Darin werden Sie meist aufgefordert, einige Hundert Euro ins Ausland zu überweisen, weil der vermeintliche Verwandte dringend zum Arzt muss oder eine hohe Geldstrafe zu zahlen hat, damit er nicht ins Gefängnis muss.

Sie fragen sich, woher ein wildfremder Betrüger von Ihren Kontakten weiß? Zum Beispiel über Ihre Kontaktliste bei einem sozialen Netzwerk wie etwa Facebook.

Trick Nummer 4: Vorschussbetrug

Gehen Sie nicht darauf ein, wenn Ihnen Millionenbeträge z. B. aus einer Lotterie oder einer Erbschaft in Aussicht gestellt werden und Sie aber vorher die Verwaltungskosten oder Notargebühren als Vorschuss ins Ausland überweisen sollen.  Das Geld ist mit Sicherheit für immer verschwunden. 

Trick Nummer 5: Die Liebesfalle

Übrigens gibt es die oben genannte Masche auch als spezielle Liebes-Variante: Die Täter bekommen zu ihren Opfern Kontakt über Partnersuch-Plattformen, bauen per E-Mail ein enges Vertrauensverhältnis auf und versprechen die große Liebe. Natürlich wird all dies mit attraktiven Profilfotos unterstützt. Doch plötzlich wendet sich das Blatt: Der Lover aus der Ferne braucht plötzlich Geld und bittet tränenreich um kurzfristige Hilfe.

Aufklärungsquote: 32 Prozent

Wer erst einmal auf einen der Tricks hereingefallen ist, sieht sein Geld wahrscheinlich nie wieder. Denn höchstens jeder dritte Fall wird aufgeklärt, wie sich aus der Kriminalstatistik ergibt. Also seien Sie vorsichtig!

Internetbetrug

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