Kündigung der Wohnung: Diese 10 ToDos sollten Sie nicht vergessen

Samstag, 24.06.2017

Sie wollen Ihre Wohnung kündigen? Dann kommt eine ganze Reihe weiterer Aufgaben auf Sie zu. Diese Checkliste soll helfen, dass Sie nichts Wichtiges vergessen.

Am Anfang steht die Kündigung selbst. Sie muss schriftlich und fristgerecht erfolgen, um unnötige Zusatzkosten zu vermeiden. Im Normalfall gilt bei einem unbefristeten Mietvertrag eine dreimonatige Kündigungsfrist. So gehen Sie vor:

1. Kündigung per Einschreiben

Eine kurze Mail oder SMS genügt nicht, um die Wohnung ordnungsgemäß zu kündigen. Die Kündigung des Mietvertrags sollte immer in Papierform erfolgen und die Zustellung an den Vermieter per eingeschriebenem Brief. Ein Einwurf-Einschreiben genügt. Sollten Sie die Kündigung persönlich in den Briefkasten des Vermieters werfen, sollte dies unter Zeugen geschehen.

2. Das Kündigungsschreiben

Formalen Kriterien muss ein Kündigungsschreiben nicht genügen, allerdings sollten alle Fakten eindeutig genannt sein. Das betrifft die Nennung des Mietobjekts mit seiner genauen Adresse, den Zeitpunkt der Kündigung (des Auszugs) und die Bitte um Bestätigung. Als Hauptmieter müssen Sie die Kündigung unterschreiben. Existieren weitere Hauptmieter, sind diese ebenfalls unterschriftspflichtig.

3. „… zum nächstmöglichen Zeitpunkt“

Sie kündigen zwar zu einem bestimmten Datum, zum Beispiel zum 30.6., Streit darüber ist allerdings möglich. Ergänzen Sei daher die Floskel „… oder zum nächstmöglichen Zeitpunkt“. So kann sich die Sache auch im Streitfall nicht ohne zeitliche Grenze hinziehen.

4. Fristlos kündigen

Wollen Sie aufgrund erheblicher Mängel fristlos kündigen, zum Beispiel aufgrund von Schimmelbefall, müssen Sie Ihrem Vermieter zuvor die Chance geben, die Mängel zu beseitigen. Erst wenn eine angemessene Frist ohne Wirkung verstreicht, ist die fristlose Kündigung rechtens.

5. Umzugstermin gut planen

Mit erfolgter Kündigung läuft die Zeit, denn ein verspäteter Auszug kann richtig teuer werden. Kümmern Sie sich also rechtzeitig um eine neue Bleibe und organisieren Sie den Umzug termingerecht. Das kann zum Beispiel die Verpflichtung eines Umzugsunternehmens bedeuten, inklusive der Reservierung des notwendigen Stellplatzes.

6. Wohnungsübergabe vorbereiten

Überprüfen Sie im Mietvertrag, in welchem Zustand die Wohnung übergeben werden soll – und im Zweifelsfall auch, ob die Paragraphen des Vertrages im Einklang mit geltendem Recht stehen. Terminieren Sie eventuelle Arbeiten, die notwendig sind. Von Vorteil ist hier oft, erst den Umzug selbst zu absolvieren und dann die leeren Räumlichkeiten in den erforderlichen Zustand zu bringen.

7. Richtig organisieren

Aus dem Umzug ergeben sich eine ganze Reihe an Änderungen, die rechtzeitig eingeleitet werden sollten. Dazu zählen die Ummeldung / Kündigung des Stromanbieters und des Telefonanschlusses sowie eventueller Zeitungsabonnements. 

8. Zeit reservieren

Ein Umzug kostet Zeit, die Sie haben müssen. Beantragen Sie daher rechtzeitig Urlaub. Zwei oder drei Tage sind besser als einer, schließlich ziehen Sie nicht nur aus, sondern auch ein. Meist sind hier deutlich mehr Kisten auszupacken, als man zunächst geschätzt hatte.

9. Wohnungsübergabe

Erkundigen Sie sich vor der Wohnungsübergabe, welche Rechte und Pflichten Sie als Mieter tatsächlich haben. Fertigen Sie immer ein Übergabeprotokoll an, das vom Vermieter unterzeichnet werden sollte (Eine rechtliche Pflicht dazu besteht allerdings nicht). Sollen im beiderseitigen Einvernehmen noch Mängel beseitigt werden, halten Sie eine entsprechende Nachfrist fest.

10. Schlüsselübergabe

Denken Sie an alle Schlüssel, fast immer gibt es mehrere. Der Mietvertrag weist die Zahl aus. Vergessen Sie vor der Schlüsselübergabe nicht, alle Zählerstände abzulesen und schriftlich festzuhalten. Erfolgt keine Bestätigung durch den Vermieter, sollte ein Zeuge beim Ablesen dabei sein. Er kann auch gleich die Kontrolle übernehmen. 

Kündigung der Wohnung: Diese 10 ToDos sollten Sie nicht vergessen

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