Kfz-Steuer: So können Sie bares Geld sparen

Mittwoch, 15.11.2017

Wer in Deutschland ein Fahrzeug anmeldet, kommt an der Kfz-Steuer nicht vorbei. Der Zoll zieht sie pünktlich vom Konto ein. Welcher Betrag dabei abgebucht wird, lässt sich allerdings beeinflussen. Steuern zu sparen ist also auch bei der Kfz-Steuer möglich, ganz ohne Steuer-Oasen. 

Die erste und wirkungsvollste Sparmaßnahme ist der Kauf eines steuervergünstigten Fahrzeugs. So werden für Elektroautos gar keine Kfz-Steuern fällig, und das gleich für zehn Jahre. Benziner wiederum sind günstiger als Diesel und generell gilt: je kleiner der Hubraum und je niedriger der CO2-Ausstoß (gemäß Herstellerangaben), desto geringer auch die Steuer.

Kfz-Steuer lässt sich aber nicht nur beim Neukauf sparen, auch bei einem bereits angemeldeten Auto gibt es reichlich Sparpotential. Hier die wichtigsten Maßnahmen:

Zahlungsweise:

Die Kfz-Steuern werden direkt vom Konto eingezogen. Basis ist das Lastschriftverfahren, dem der Fahrzeughalter zustimmen muss. Ihm bleibt allerdings die Wahl zwischen einer viertel-, halb- oder jährlichen Abbuchung. Wer im 12-Monats-Turnus zahlt, kann bis zu sechs Prozent sparen.

Auto nachrüsten

Nachrüsten spart Kfz-Steuern, wobei je nach Fahrzeugtyp und -alter verschiedene Optionen bestehen. So könnte man den Hybrid auf seinen elektrischen Antrieb beschränken und auf diese Weise in den Genuss der Steuerbefreiung kommen. Auch der teure Diesel lässt sich Kfz-Steuer-optimieren, vor allem über einen besseren Kat. Ob sich die Sache rechnet, hängt an verschiedenen Faktoren. Die Umwelt gewinnt in jedem Fall.

Häufiger jedoch ist die Nachrüstung von älteren Fahrzeugen, und zwar mit einem sogenannten Kaltlaufregler. Er sorgt für die schnellere Erwärmung des Motors und damit für einen geringeren Schadstoffausstoß. Die Folge: Der Wagen wird danach in der Schadstoffklasse günstiger eingestuft, kommt also von der Euro 1 in die Euro 2 oder 3. Je nach Fahrzeug amortisiert sich diese Nachrüstung schon nach zwei bis drei Jahren.

Hinweis: Die Nachrüstung muss in einer Werkstatt erfolgen. Die Nachrüstung „Marke Eigenbau“ wird nicht anerkannt.  

Steuern sparen: Ist das nicht ein LKW?

Trickreicher als eine Nachrüstung ist die Möglichkeit, das Fahrzeug als LKW statt als PKW zu führen. Das ist natürlich nicht für Smart & Co. möglich, lohnt bei einem Van aber durchaus die Überlegung.

Da für die Abnahme als LKW mehrere Auflagen erfüllt werden müssen, sollte man sich die Sache gut überlegen. So muss die Rückbank meist abmontiert werden (inklusive Gurten) und die Fenster werden durch Blech ersetzt. Als Faustregel gilt zudem: Das Führerhaus darf nicht länger sein als die Ladefläche, sonst lehnen TÜV oder DEKRA womöglich ab. Auch die räumliche Trennung von Kabine und Laderaum wird verlangt. 

Lohnend ist die Ummeldung auf LKW übrigens gerade für Wagen mit großem Hubraum: Bei LKWs wird die Kfz-Steuer nicht nach Hubraum, sondern nach dem zulässigen Gesamtgewicht berechnet.  

Der Hubraum spielt beim Auto sonst immer eine Rolle: Kfz mit einer Erstzulassung vor Juli 2009 werden nach Hubraum und Schadstoffklasse berechnet, Wagen mit einer späteren Zulassung nach Hubraum und ihrer CO2-Emission.

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