Hund aus dem Ausland mitbringen: Diese Dinge sollten Sie beachten

Freitag, 18.08.2017

Im Urlaub verliert man leicht sein Herz, manchmal auch an einen Vierbeiner. So wechseln rund eine halbe Million „Urlaubs-Hunde“ pro Jahr ihren ständigen Wohnsitz und siedeln mit dem neuen Herrchen oder Frauchen nach Deutschland über. Ein Hund aus dem Ausland? Das ist zu beachten.

Grundsätzlich ist dieser Umzug kein Problem, Sie sollten jedoch Zeit einplanen und wissen, was dafür zu tun ist. Einen „Streuner“ ins Auto zu schmuggeln, endet nämlich für alle Beteiligten tragisch. Der Verstoß gegen EU-Verordnung 998/2003 ist dann nicht nur teuer (gerne fünfstellig…), sondern verhindert auch das eigentlich gut gemeinte Vorhaben.

Impfung gegen Tollwut

Jeder Hund, der Deutschland betreten will, benötigt eine Impfung gegen Tollwut. Sie darf nicht jünger als 30 Tage und nicht älter als 12 Monate sein. Die Beglaubigung muss von einem anerkannten Tierarzt stammen. Erfolgt der Hunde-Import aus einem als gefährdet eingestuften Nicht-EU-Land, ist zudem ein Test auf Tollwut-Antikörper in einem zertifizierten Labor vorgeschrieben. Dafür gehen mehrere Monate ins Land.    

Eindeutige Kennzeichnung

Auch für Hunde besteht Ausweispflicht, zumindest wenn Sie grenzüberschreitend unterwegs sind. Der Gesetzgeber schreibt hier eine doppelte Sicherung vor. Ein Chip, der dem Hund beim Tierarzt eingesetzt wird, schützt vor Verwechslungen. Die Daten sind zudem in einem Heimtierausweis hinterlegt, die ebenfalls der Tierarzt, manchmal auch die Stadtverwaltung ausstellt.

Die Papiere müssen Sie als Halter mitführen. Bei der Zollkontrolle werden sie gebraucht.

Genehmigung einholen

Das deutsche Tierschutzgesetz besagt zudem seit 2014, dass die Einfuhr des Hundes eine behördliche Genehmigung voraussetzt. Ausgestellt wird diese beim Veterinäramt. In diesem Zusammenhang lässt sich gleich sicherstellen, dass der Hund nicht auf der Liste der Arten steht, die aufgrund ihrer besonderen Aggressivität gar nicht eingeführt werden dürfen. 

Transport sichern

Die wohl geringste Hürde, aber nicht weniger bedenkenswert: der Transport des Haustiers. Gerade wer mit dem Flugzeug kommt, sollte sich über die Vorschriften der jeweiligen Airline informieren. Letztlich darf die Transportbox zwar nicht zu groß ausfallen, muss aber auch dem Tierschutz genügen. Schließlich soll Ihr Hund eine gute Reise haben.  

Hund schaut aus einer Kiste

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