Haare verschnitten: Bekommt man Schadensersatz vom Friseur?

Sonntag, 07.01.2018

Verschneidet der Friseur die Haare, ist der Ärger groß. Welche Rechte Sie als Kunde haben, wenn die Frisur verdorben ist, hängt allerdings von der Schwere des „Unglücks“ ab. Diese Regelungen zum Schadensersatz gelten bei verschnittenen Haaren. 

Wurden Ihre Haare durch unsachgemäße Behandlung beim Friseur beschädigt, haben Sie Anspruch auf Schadensersatz. Das betrifft etwa die falsche oder zu lange Einwirkung von Färbemitteln. Haben die Haare einen falschen Farbton, brechen ab oder die Kopfhaut entzündet sich, steht Ihnen Schadenersatz in Form von Schmerzensgeld zu. Haben Sie jedoch eine andere Frisur erhalten als gewünscht, also wurden Ihre Haare im Wortsinn verschnitten, handelt es sich eher um die Verletzung ästhetischer Schönheitsideale. Dafür gewähren Gerichte in der Regel keinen Schadensersatz, da kein objektiver Schaden entstanden ist.

Schadensersatz bei verschnittenen Haaren

Wenn Ihre Frisur verdorben wurde, haben Sie als Kunde dennoch Rechte. Einen Anspruch auf Erstattung des Geldes gibt es jedoch nicht. Sie haben das Recht auf kostenlose Nachbesserung. Dabei können Sie verlangen, von einem anderen Mitarbeiter des Friseursalons frisiert zu werden. Zweifeln Sie auch an dessen Qualifikation, muss Ihnen der Inhaber oder ein anderer ausgewiesener Friseurmeister die Haare schneiden.

Zeigt sich der Friseursalon nicht kulant, können Sie ankündigen, auf seine Rechnung zur Konkurrenz zu gehen. Ob Sie das Geld tatsächlich zurückerhalten, bleibt allerdings ein gewisses Risiko.

Schneiden der Haarspitzen beim Friseur

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