Geschenk umtauschen: Was ist vom Umtausch ausgeschlossen?

Mittwoch, 27.12.2017

Selbst bei bester Menschenkenntnis: Mit Geschenken liegt man manchmal daneben. Dann stellt sich die Frage nach dem Umtausch oder einer Rückgabe. Aber ist ein Umtausch immer möglich? Nein: Wer ein im Laden erworbenes Geschenk umtauschen will, ist auf die Kulanz des Händlers angewiesen. Manche Produkte sind generell vom Umtausch ausgeschlossen.

Das gesetzliche Widerrufsrecht von 14 Tagen, das für Online-Geschäfte gilt, gibt es im stationären Handel nicht. Ist die Ware frei von Mängeln, muss der Händler sie weder austauschen noch zurücknehmen. Dennoch zeigen sich viele Händler kulant, wenn dabei kein Umsatz verloren geht. Sollten Sie bereits beim Kauf mit einem möglichen Umtausch rechnen, erkundigen Sie sich gleich freundlich nach den individuellen Umtauschrechten des Geschäfts.

Welche Waren sind vom Umtausch ausgeschlossen?

Einige Produkte werden generell nicht umgetauscht. Gründe sind hygienische Bedenken, Fragen der Sicherheit oder die mangelnde Möglichkeit eines Wiederverkaufs. Hier ein kurzer Überblick zu Waren, bei denen der Umtausch-Versuch fehlschlägt:

  • Verderbliche Waren, zum Beispiel Lebensmittel
  • Unterwäsche, Bademode, Sexspielzeug und Zahnbürsten, aus hygienischen Gründen
  • Individualisierte Artikel, zum Beispiel Puzzle mit dem Foto der Freundin
  • Versiegelte Ware, die geöffnet wurde, zum Beispiel DVDs
  • Arzneimittel, auch in ungeöffnetem Zustand

Das gilt allerdings nur, wenn die gekaufte Ware frei von Mängeln ist. Anderenfalls ist der Händler zur Nachbesserung, zur Erstattung oder zum Umtausch verpflichtet.  

Vom Umtausch ausgeschlossen?

Das Schild „vom Umtausch ausgeschlossen“ findet sich oft bei reduzierter Ware. Es ist jedoch nicht mehr als ein Hinweis darauf, dass für diesen Bereich des Sortiments keine Kulanz gewährt wird. Eine Pflicht zum Umtausch gibt es ja ohnehin nicht und die Gewährleistung darf der Händler nicht einschränken.

Hinweis: Der Umtausch eines Geschenks setzt meist den Kassenbon voraus, um den Erwerb der Ware nachzuweisen. Im Zweifelsfall muss sich der Schenkende um die Abwicklung kümmern.

Umtausch beim Onlinekauf

Waren, die bei einem gewerblichen Händler im Internet erworben wurden, können vom Kunden 14 Tage lang ohne Angabe von Gründen zurückgegeben werden. Dafür muss der Käufer lediglich schriftlich den Widerruf des Kaufes erklären und die Ware zurücksenden. Der Umtausch erfolgt hier meist, indem einfach ein anderes Produkt geordert wird. In manchen Bereichen, zum Beispiel bei Brillengestellen, ist es inzwischen auch üblich, gleich mehrere Produkte zu Wahl zu bestellen und nur die nicht benötigten zu retournieren.

Die Frage der Gewährleistung

Die Gewährleistung verpflichtet Händler, Mängel am Produkt zu beseitigen. Sie gilt zwei Jahre lang. Der Kunde muss nach Ablauf der ersten sechs Monaten allerdings nachweisen, dass der Mangel von Anfang an bestanden hat. Ob die defekte Ware umgetauscht, ersetzt, repariert oder erstattet wird, hängt vom konkreten Mangel ab. Die Entscheidung obliegt dem Händler.

Frau mit Geschenk unzufrieden

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