Geld, Schmuck oder Zigaretten: So kommen Sie gut durch den Zoll

Donnerstag, 01.03.2018

Die Chance, bei der Einreise in eine Zollkontrolle zu kommen, ist relativ hoch. Das gilt beim Flug ebenso wie bei der Reise mit Bus, Auto oder Bahn. Wer mit den falschen oder zu teuren Waren vom Zoll erwischt wird, zahlt kräftig drauf oder muss ins Gefängnis. Das ist vermeidbar.

Manche Produkte sind bei der Einfuhr ohne Sondergenehmigung verboten (zum Beispiel Kulturgüter oder Rohdiamanten), alle sind in ihrer Menge begrenzt. Ebenfalls eine Rolle spielt, ob Sie sich innerhalb der EU bewegen oder aus einem Drittstaat wie den USA einreisen. Wer den Schmuggel wagt, sollte sich zwei Dinge bewusst machen: Zöllner haben jahrelange Erfahrung mit Zollvergehen und es drohen bis zu fünf Jahre Haft. Wer nicht vor dem Schaden klug ist, wird mit schönen Worten nichts mehr retten können.

Die Grundregeln für die Wareneinfuhr im Überblick:

  • Es ist erlaubt, Waren für den Eigenbedarf oder als Geschenk mitzubringen. Ihr Wert darf jedoch 430 Euro (Flug) nicht übersteigen. Bei Auto und Bahn sind nur 300 Euro erlaubt.
  • Die Freibeträge dürfen auch bei einer Familienreise nicht addiert werden. Auf das günstige MacBook fallen also immer Steuern an.
  • Gerade bei Technik haben Lügen kurze Beine. Die beiden Handys können noch so gebraucht wirken, ihre Herkunft ist hinterlegt und lässt sich leicht ermitteln.
  • Waren über dem Freibetrag einzuführen ist nicht verboten, die Waren müssen aber ordnungsgemäß deklariert werden, um die Einfuhrabgaben zu bezahlen. Wer am Flughafen die grüne Schleuse nutzt, erklärt verbindlich: Nichts zu verzollen. Stimmt das nicht, droht unter anderem ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung.

Für Tabak, Alkohol und Bargeld gelten Höchstgrenzen, auch innerhalb der EU. Folgende Werte sind für die EU und Drittstaaten (ab einem Alter von 17 Jahren) einzuhalten:

  • Tabak: 800 Zigaretten in der EU, 200 Zigaretten aus Drittländern
  • Alkohol: 90l Wein, 110l Bier oder 10l Schnaps in der EU, 1l Schnaps, 4l Wein, 16l Bier aus Drittstaaten
  • Bargeld: 10.000 Euro in der EU und aus Drittstaaten

Richtig verzollen

Wird die sogenannte Reisefreimenge bei einem Gegenstand überschritten, ist dieser ohne Berücksichtigung der Freigrenze zu verzollen. Das würde also zum Beispiel auf eine Uhr im Wert von 1.000 Euro zutreffen. Kaufen Sie zwei Uhren für 300 Euro, müsste nur eine Uhr verzollt werden. Die andere könnte auf die Freigrenze angerechnet werden.

Denken Sie immer daran: Es geht um den Eigenbedarf. Gewerbliche Waren müssen vollständig deklariert werden.

Grüner Zollausgang am Flughafen

Weitere Artikel

Kommentare