Freibetrag nutzen: Wie Sie im November und Dezember ein höheres Gehalt bekommen

Donnerstag, 14.12.2017

Das Jahresende ist für viele Menschen teuer, trotz Weihnachtsgeld – so man überhaupt in diesen Genuss kommt. Da ist es von Vorteil, wenn man mit einem kleinen Trick für ein höheres Netto sorgt. Und das ist gar nicht schwer, wenn Sie die Freibeträge nutzen.

Grundfreibetrag und Kinderfreibeträge werden bei der Lohnauszahlung automatisch berücksichtigt. Sie mindern die Steuerbelastung und sorgen dafür, dass Monat für Monat etwas mehr auf dem Konto ankommt. Einige Freibeträge werden jedoch nur auf Antrag gewährt, zum Beispiel für hohe Fahrtkosten. Hier können Sie den Zeitpunkt selbst bestimmen.

Kleines Polster für den Jahresausklang

Grundsätzlich wird die Steuerlast auf das Jahreseinkommen berechnet, aber bereits bei den monatlichen Auszahlungen berücksichtigt. Liegen alle gewährten Freibeträge schon im Januar vor, sorgt das für eine kontinuierliche Minderbelastung. Stellen Sie den Antrag jedoch erst zum Jahresende, also zum Beispiel mit Start November, wird es rückwirkend günstiger – was Sie bei der Auszahlung des November- oder Dezembergehalts deutlich spüren.

Aufs Jahr gerechnet erhalten Sie mit dieser Finesse also rechnerisch kein höheres Nettogehalt, psychologisch aber schon. Der Vorteil: Das Geld, das Sie sonst hätten ansparen müssen, steht Ihnen nun zum idealen Zeitpunkt zur Verfügung – für die Weihnachtsgans, die Geschenke und die Jahresversicherungen, die ganz bestimmt auch 2018 fällig werden.

Tipp: Höhere Freibeträge können beim Erreichen bestimmter Höchstbeträge nicht nur für Reisekosten, sondern für zahlreiche weitere Ausgaben beantragt werden. Dazu zählen zum Beispiel Ausbildungskosten, außergewöhnliche Belastungen durch Krankheit oder Kosten für benötigte Arbeitsmittel.    

Mann mit Rechnungen vor Weihnachtsbaum

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