Eigene Fotos auf Website eingebunden – Das kann man dagegen tun

Mittwoch, 21.02.2018

Fotos im Internet nehmen manchmal unliebsame Wege. Fremde Nutzer scheren sich nicht um das Urheberrecht, machen sich die Bilder zu Eigen und veröffentlichen sie in Blogs, den soziale Netzwerken oder auf Content-Portalen. Was kann man dagegen unternehmen?

Die Verwendung fremder Fotos ohne Lizenz stellt einen klaren Rechtsbruch dar. Das ist auch den Betreibern der Seiten bewusst, auf denen die Bilder erscheinen. In den meisten Fällen stellen sie daher standardisierte Prozesse bereit, um den Diebstahl zu unterbinden. Hat dieser Weg keinen Erfolg, lohnt der Gang zum Anwalt. Dieser wird eine Unterlassung des Rechtsbruchs fordern und Schadenersatz geltend machen.

Der sanfte Weg: Melden Sie die Urheberrechtsverletzung beim Betreiber der Seite

Urheberrechtsverletzungen sind bei Facebook, YouTube, Instagram & Co. keine Seltenheit. Um die Beschwerden im Griff zu behalten, haben die Betreiber der Angebote Möglichkeiten implementiert, Verstöße zu melden. Wird dem Einspruch stattgegeben, erfolgt eine Löschung der widerrechtlichen Veröffentlichung. Hier einige Praxis-Beispiele:

Google+ und Instagram: Jedes Bild bietet unter dem Button „Optionen“ beziehungsweise unter „…“ die Möglichkeit, Verletzungen des Urheberrechts zu melden.   

Facebook: Im Hilfebereich steht ein Formular zur Verfügung, um Verletzungen des Urheber- oder Markenrechts zu melden. Alternativ (oder parallel) besteht die Möglichkeit, den User, der den Verstoß begeht, direkt zu kontaktieren. Mit der Meldung erklären Sie zugleich an Eides statt, die Urheberrechte selbst zu besitzen oder ihren Besitzer zu vertreten.

Twitter: Melden Sie den Verstoß unter copyright@twitter.com. Auch hier muss der Einspruch begründet und eidesstattlich bestätigt werden. Twitter wird den Account-Inhaber dann kontaktieren und den Account gegebenenfalls sperren.  

Der Weg über den Anwalt

Viele Anwaltskanzleien sind auf Verletzungen des Urheberrechts und damit verbundene Abmahnungen spezialisiert. Sie senden eine Abmahnung, die eine Forderung auf Unterlassung enthält und einen Schadensausgleich. Diese schließt die Anwaltskosten ein. Reagiert der Beschuldigte nicht oder abschlägig, bleibt nur der Klageweg.

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