Sie leben in einer Fernbeziehung? So können Sie Steuern sparen

Sonntag, 15.10.2017

„Manchmal liegt das Glück nur hinter einer kleinen Reise“, heißt es im Volksmund und viele Partner in einer Fernbeziehung dürften dabei den/die Liebste/n im Sinn haben. Da sich Liebe und Geld hier mal ergänzen, sei gesagt: Auch in punkto Steuern lohnt der Weg.   

Glaubt man der Statistik, leben rund vier Millionen Paare in Deutschland in einer Fernbeziehung. Schuld ist meist der Job, denn der Arbeitsmarkt verlangt nach Flexibilität. Die Pendelei kostet dabei nicht nur Zeit und Nerven, sondern auch Geld. Viele der Ausgaben können aber in der Steuererklärung geltend gemacht werden.

Verpflegungsmehraufwand

In den ersten drei Monaten nach einem berufsbedingten Umzug können 24 Euro pro Tag der Abwesenheit als Mehraufwand geltend gemacht werden. Voraussetzung ist, dass der Lebensmittelpunkt weiterhin am alten Wohnsitz ist, was auch nachweisbar sein sollte. „Reisetage“ dürfen nur anteilig berechnet werden. 

Ob Sie verheiratet sind, in einer eingetragenen Partnerschaft leben oder einfach irgendwann zusammen gezogen sind, spielt in diesem Fall steuerlich keine Rolle.

Miet- und Nebenkosten oder Fahrtkosten

Die Kosten für die neue Wohnung am Arbeitsort lassen sich ebenfalls absetzen. Um die Verhältnismäßigkeit zu wahren, gilt jedoch ab 2016 eine Obergrenze von 1.000 Euro an absetzbaren Kosten pro Monat. Darin eingeschlossen sind die Kostenumlagen für Anschaffungen wie das neue Bett oder den zweiten Festnetzanschluss (nicht das Handy!).

Alternativ zur doppelten Haushaltsführung können die Fahrten selbst abgerechnet werden. Das kann vor allem lohnen, wenn die Heimfahrt mehrfach pro Woche erfolgt. Bei dieser Pendlerpauschale besteht wiederum die Wahl zwischen der Entfernungspauschale von 30 Cent pro Kilometer oder den realen Kosten, die mit Belegen nachzuweisen sind. 

Paar küssend mit Koffern

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