Fake Online Shops: Was tun, wenn Sie betrogen wurden?

Sonntag, 14.01.2018

Die Zahl der Waren-Betrugsfälle im Internet wächst. Kurz vor dem Weihnachtsgeschäft 2017 warnte die Polizei Käufer noch einmal eindringlich vor sogenannten Fake Online Shops, bei denen keine oder nur minderwertige Ware verschickt wird. Viele dieser Shops seien inzwischen sehr hochwertig gemacht, Fälschungen nur schwer zu erkennen. Was können Sie im Betrugsfall tun?

Ob eine Chance besteht, Ihr Geld zurück zu erhalten, liegt vor allem am gewählten Zahlungsverfahren. Auch die Zeit spielt eine Rolle: Je schneller Sie reagieren, desto größer sind Ihre Chancen.

Die Auswahl des Zahlungsverfahrens

Zahlung per Überweisung: Bei einer einmal ausgeführten Überweisung besteht in der Regel keine Möglichkeit, die Zahlung rückgängig zu machen. Nur wenn Ihnen unmittelbar nach Ausführung der Transaktion Zweifel kommen, sollten Sie sich sofort an Ihre Bank wenden. Eventuell kann man die Überweisung hier in den ersten Minuten noch stoppen.

Zahlung per Kreditkarte oder Lastschriftverfahren: In beiden Fällen besteht die Möglichkeit, einzelnen Buchungen bei der Bank oder dem zuständigen Kreditkarteninstitut zu widersprechen. Die Frist liegt bei acht Wochen, kann aber gerade bei der Kreditkarte auch auf einen kürzeren Zeitrahmen beschränkt sein.

Zahlung per PayPal: Bei PayPal genießen Sie bei den meisten Buchungen Käuferschutz. Kommt die Ware nicht an, lässt sich die Zahlung leicht wieder stornieren. PayPal ist aus Käufersicht eines der sichersten Zahlungsverfahren. Prüfen Sie aber, ob der Schutz für Ihren Kauf gilt.  

Hinweis: Sind Sie einem Betrüger aufgesessen, sollten Sie in jedem Fall Anzeige bei der Polizei erstatten. Das ist auch online möglich. Haben Sie Ihre Kreditkarten-Daten hinterlassen, sperren Sie vorsichtshalber Ihre Karte (bei einer Einzugsermächtigung Ihr Konto).

Präventive Maßnahmen

Vor dem Schaden klug zu sein ist beim Online-Einkauf zweifellos der Königsweg. Verlockt Sie ein Angebot – wird es allzu günstig, ist schon aus diesem Grund eine gesunde Skepsis angebracht – auf einer Ihnen unbekannten Seite, sollten Sie vor allem folgende Überprüfungen vornehmen:

  • Handelt es sich um eine sichere Verbindung? Dies wird über „https:“ und ein Schloss-Symbol im Browser angezeigt.
  • Werden mehrere Zahlungsarten angeboten? Gerade für eine die PayPal-Einbindung muss der Shop einen Sicherheitscheck bestehen.
  • Sind im Impressum alle Kontaktangaben vorhanden und als seriös zu bewerten?
  • Gibt es negative Meldungen zum Unternehmen (Suche)? 
Frau entsetzt vor dem Rechner

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