Ertappt: Hermes-Bote beim Paket-Jonglieren erwischt

Montag, 08.01.2018

Die Weihnachtszeit 2017 ist Geschichte und so mancher Paketzusteller dürfte erst einmal tief durchatmen. Musste die Post bereits im November massive Probleme bei der Zustellung einräumen, hatte das erhöhte Sendungsaufkommen an den Feiertagen noch einmal für Dauerstress gesorgt. Bei Hermes sorgte ein „Jonglier-Video“ zusätzlich für Ärger.

Das Video, das der „Bild“-Redaktion im November zugespielt wurde, zeigt zwei Hermes-Fahrer im Umgang mit den Kundensendungen. Die Pakete werden dabei achtlos auf den Boden und beim Umladen in die Fahrzeuge geworfen. Aufgenommen hatte das Treiben ein Anwohner an einem Hermes-Shop. Der Paketdienst entschuldigte sich im Nachhinein für seine Mitarbeiter und teilte mit, dass diese nicht mehr im Unternehmen beschäftigt würden.

Massive Probleme aufgrund von Personalmangel

Die Probleme der Zustelldienste gehen allerdings weit über persönliches Fehlverhalten hinaus. Die „Wirtschaftswoche“ hatte bereits im September unter Berufung auf die Bundesagentur für Arbeit berichtet, dass weit über 5.000 Stellen nicht besetzt werden könnten. Engpässe seien daher vorprogrammiert.

Grund der Misere – die Privat- und Business-Kunden trifft – ist der rasant gewachsene Onlinehandel. Laut Arbeitsagentur stieg die Zahl der Auslieferungsfahrer allein in den vergangenen fünf Jahren um fast 50.000. Weitere Kräfte zu den angebotenen Bedingungen auf dem Markt zu finden, sei extrem schwer geworden.

Wie uns ein Münchener Online-Händler bestätigte, ist die beauftragte Abholung, in diesem Fall durch den Dienstleister DHL, inzwischen eher Glückssache. Daran würden auch Dutzende Beschwerden in der Zentrale nichts ändern, denn allein mit gutem Willen lasse sich der Missstand offenbar nicht ändern. 

Pakete mit Schäden bei der Sortierung

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