Elterngeld erhöhen: So einfach geht’s

Montag, 06.11.2017

Das Elterngeld soll Müttern und Vätern ermöglichen, viel Zeit mit ihrem Baby zu verbringen – ohne finanzielle Sorgen. Es wird bis zu 14 Monaten gezahlt, die Höhe richtet sich nach dem Nettogehalt. Und genau hier können Sie ansetzen, um einige hundert Euro mehr zu bekommen.  

Verdienen Sie mehr als 1.240 Euro netto pro Monat, bekommen Sie 65 Prozent dieses Betrages als Elterngeld. Bei niedrigeren Einkommen ist der Prozentsatz noch höher. Gedeckelt ist das Elterngeld bei einem Auszahlungsbetrag von 1.800 Euro.

So erhöhen Sie Ihr Netto

Der effektivste Weg zu einer Erhöhung des Nettogehalts braucht auch die längste Planung: Er liegt in einem Wechsel der Steuerklasse, die Verheiratete beim Finanzamt beantragen können. Wechselt der spätere Elterngeldbezieher zum Beispiel von der Steuerklasse V in die günstigere Steuerklasse III, steigt sein Nettogehalt signifikant. Die Auswirkung auf das Elterngeld kann über die gesamte Bezugsdauer mehrere tausend Euro betragen.

Wichtig ist allerdings: Bei einem Wechsel der Steuerklasse vor der Geburt wird die Klasse als Berechnungsgrundlage herangezogen, die im Jahr zuvor überwogen hat. Sieben Monate in der Steuerklasse III sind also Pflicht. Da die Zeit des Mutterschutzes nicht eingerechnet wird, ist ein Wechsel neun Monate vor der Geburt erforderlich.   

Weitere Wege zur Erhöhung von Nettogehalt & Elterngeld

Freibeträge nutzen: Können Sie zum Beispiel aufgrund hoher Werbekosten mit einer Steuererstattung rechnen, können Sie beim Finanzamt einen Freibetrag beantragen. Damit erhöht sich Ihr Nettogehalt, die Steuererstattung entfällt im Gegenzug. Auch auf das Elterngeld wirkt sich diese Verlagerung erhöhend aus.

Provisionen geltend machen: Im Gegensatz zu Einmalzahlungen fließen regelmäßige Provisionen in die Berechnung des Elterngelds ein. Bekommen Sie also zum Beispiel einmal im Quartal eine Zuzahlung, steigt auch das Elterngeld. Wer mit Nachwuchs rechnet, kann das schon beim Abschluss des Arbeitsvertrages mit bedenken. 

Bezugsdauer des Elterngeldes

Mutter oder Vater können 12 Monate Elterngeld beziehen, beide zusammen aber 14. Ist auch der Partner bereit, steigt die Bezugsdauer somit um zwei Monate.

Frau mit Baby

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