Diese steuerlichen Änderungen ergeben sich durch eine Geburt

Montag, 30.10.2017

Für die schlaflosen Nächte nach einer Geburt eines Kindes bietet der Staat einige Entschädigungen bei den Steuern – den Kinderfreibetrag zum Beispiel. Auch beim Elterngeld sind legale Steuertricks möglich. Wer’s richtig anstellt, hat schnell einige hundert Euro mehr in der Tasche. 

Wichtig dabei ist: Vergessen Sie die Anträge nicht und handeln Sie rechtzeitig. Bei der Wahl der Steuerklassen ist es sogar gut, schon vor der Geburt des Kindes tätig zu werden.

Kindergeld oder Kinderfreibetrag

Mit dem Kindergeld trägt der Staat dazu bei, dass es bei Eltern nicht zu finanziellen Engpässen kommt. Für das erste und zweite Kind sind es 192 Euro pro Monat, ab dem dritten 198. Das Geld muss aber beantragt werden.  

Alternativ gewährt der Staat den Kinderfreibetrag. Damit bleiben 7.356 Euro im Jahr steuerfrei. Ob Kindergeld oder Kinderfreibetrag zum Tragen kommen, rechnet das Finanzamt (oder schon der Steuerberater) mit der Jahressteuererklärung zu Ihren Gunsten aus. Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle, als Faustregel gilt jedoch: Ab 60.000 Euro Jahreseinkommen bei Verheirateten und 30.000 Euro bei Alleinerziehenden ist der Freibetrag besser.    

Kindergeld sollten Sie auch beantragen, wenn absehbar der Kinderfreibetrag zur Anwendung kommt. Immerhin kommt das Kindergeld regelmäßig aufs Konto, nicht erst nach der Steuererklärung.

Elterngeld optimieren

Die Wahl einer günstigeren Steuerklasse vor einer Geburt kann bei Verheirateten zu einem deutlich höheren Elterngeld führen. Der Grund: Das Elterngeld wird nach dem Nettogehalt berechnet. Erhält die werdende Mutter zum Beispiel 3.000 Euro brutto in Steuerklasse V und wechselt dann in die III, macht das beim Kindergeld binnen eines Jahres ein Plus von fast 5.000 Euro aus. 

Paar mit Baby

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