Die 10 größten Fehler beim Hauskauf

Dienstag, 16.01.2018

Sie haben sich in ein Haus „verliebt“ und wollen die gute Gelegenheit in keinem Fall verpassen? Dann ist die Gefahr groß, dass Sie bestehende Probleme nicht sehen oder geringschätzen. Fehler beim Hauskauf können jedoch nicht nur teuer sein, sondern Ihre Lebensqualität erheblich beschneiden. Vorsicht ist geboten.

Der Kauf eines Hauses ist häufig die größte Investition im Leben. Für die meisten Menschen ist sie nicht einfach wiederholbar, wenn etwas schief läuft. Sie müssen dann nicht nur mit, sondern meist sogar in Ihrer Fehlinvestition leben. Eine schwere Belastung für das Konto und die familiären Beziehungen, die sich vermeiden lässt.

10 Fehler, die Sie beim Hauskauf ausschließen sollten

Falsche Lage 

Eine Immobilie auf dem Land, vielleicht sogar in einer strukturschwachen Region, ist oft erstaunlich günstig zu haben. In der Innenstadt würde der Preis kaum für eine 1-Zimmer-Wohnung reichen, hier gibt’s eine Villa mit Park dafür. Das ist verführerisch, aber nur solange das tägliche Pendeln zur Arbeit nicht alle Freizeit frisst. Genießen lässt sich das schöne Haus dann nicht mehr, verkaufen meist auch nicht.

Teure Sanierung

Ein niedriger Grundpreis verlockt, notwendige Sanierungsmaßnahmen werden klein geredet. Schließlich kann man ja vieles selber machen und es ist noch Geld vom Kauf übrig… Die wahren Kosten für die Asbest-Sanierung oder den Austausch des Heizungssystems belehren vorschnelle Käufer gern eines Besseren: Man kann es weder selbst, noch reichen die gesparten Euro vom Kauf. 

Unterschätzte Kosten

Ein Hauskauf kostet mehr als das Gebäude selbst. Grunderwerbssteuer, Maklergebühren, Notarkosten – da kommen gern zehn Prozent und mehr oben drauf. Bei einem Hauskauf ist das schnell eine fünfstellige Summe, die zu einer finanziellen Überlastung führen kann.

Vage Finanzierung

Die Finanzierung sollte stehen, bevor die Unterschrift unter den Kaufvertrag kommt. „99% sicher“ reicht nicht, denn irgendwie läuft gerade in Geldfragen oft schief, was schief laufen kann. 

Falsche Kalkulation

Niedrigzinsen sind eine gute Voraussetzung für den Hauskauf, aber nur bei einer wirklich langfristigen Zinsbindung. Wer sich schon nach zwei, drei oder auch fünf Jahren wieder mit der Marktlage konfrontiert sieht, könnte unangenehme Zins-Überraschungen erleben.

Zweifelhafte Verträge

Es passiert den meisten von uns: Der Vertrag wird überflogen, abgezeichnet und gefeiert. Die Risiken beim Hauskauf liegen jedoch in ganz anderen Regionen als zum Beispiel bei einem Handyvertrag. Daher: Kleingedrucktes von einem Rechtsanwalt prüfen lassen oder zumindest bei Unsicherheiten den Verbraucherschutz kontaktieren.

Fehlende Genehmigung

Zu den üblen – da zunächst unsichtbaren – Fallen zählt das Thema Baugenehmigung. Ist Ihre Traumimmobilie mit ihren An- und Umbauten legal? Der Verkäufer sagt garantiert ja, aber stimmt dem auch die Bauaufsichtsbehörde zu? Eine Prüfung ist einfach und unerlässlich.  

Ungünstige Zukunftsaussichten

Beschäftigen Sie sich mit der Frage, warum die Immobilie zum Verkauf steht – noch dazu zum günstigen Preis. Die Antwort darauf hat schon so manchen Käufer vor schweren Fehlern bewahrt. Städte und Gemeinden planen relativ langfristig und vielleicht wissen ja sogar die Nachbarn schon, dass die neue Justizvollzugsanstalt vor Ihrem Haus errichtet werden soll.  

Schlechte Bedarfsplanung

„Rote Linien“ sollten auch bei einem Traumobjekt nicht überschritten werden. Das üppige Wohnzimmer mit dem schönen Blick gleicht die fehlenden Kinderzimmer nämlich nicht aus. Bei Ihren einmal geplanten Mindestkriterien sollten Sie daher keine Kompromisse eingehen.

Betrügern aufgesessen

Immer wenn viel Geld im Spiel ist, sind Betrüger unter den Mitspielern. Die Zahlungsmodalitäten sollten daher eindeutig geklärt sein, inklusive Grundbuchbelastungen etc. Auch wenn es einige hundert Euro an Gebühren kostet: Die Abwicklung über ein Treuhandkonto (Notar) ist meist sinnvoll. 

Frau traurig zwischen Umzugskisten

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