Datensicherheit bei Facebook & Co.: Das können Sie tun

Mittwoch, 29.03.2017

Die Sensibilität für den Datenschutz wächst, gerade in den sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter. So wägen immer mehr User ab, was für wen veröffentlicht wird. Gemäß einer BITKOM-Studie haben schon 2015 rund 85 Prozent aller User bewusst auf die Freigabe bestimmter privater Daten verzichtet. Das können Sie für Ihre Datensicherheit tun, ohne auf die Dienste zu verzichten.  

Wer sich in den sozialen Netzwerken bewegt, wirft zwangsläufig ein Stück seiner Privatsphäre über Bord. Er macht sich angreifbar – für Mobbing-Attacken, Identitäts- und Datenklau. Ein hoher Preis, doch er hat einen Gegenwert: die schnelle und einfache Kommunikation mit Freunden. Nicht Verzicht ist daher gefragt, sondern ein bewusster Umgang mit den Risiken.

Eine Frage der Einstellungen

Es ist wie im „realen Leben“ auch: Informationen haben einen Adressaten. So ist die Begeisterung über die vergangene Party-Nacht vielleicht nur für die Ohren der besten Freundin bestimmt, der spannende News-Artikel dagegen für jeden, den er interessieren mag.

Was wen erreicht, lässt sich in den Einstellungen regeln. Bei Facebook können Sie zum Beispiel festlegen, ob die eigene Seite oder ein Post (Statusmeldungen, Fotos, Nachrichten etc.) öffentlich sichtbar sind (Public), nur den Freunden (Friends) angezeigt werden oder ausgewählten Personen im Freundeskreis. Ein ähnliches Prinzip gilt auch für die Chronik und andere Bereiche.

Immer öffentlich zugänglich sind bei Facebook nur wenige Informationen, so zum Beispiel Name, Geschlecht und Nutzer-ID sowie die Sprache und das Land. Aber auch hier haben Sie die Chance, den Kreis einzuschränken: Unter Einstellungen / Privatsphäre können Sie festlegen, dass das eigene Profil über die Suchmaschinen nicht zu finden ist. Freundschaftsanfragen lassen sich auf die Freunde der Freunde begrenzen.

Haben Sie versehentlich Beiträge in der Chronik für alle öffentlich gemacht, lässt sich das auch im Nachhinein noch ändern. Legen Sie einfach für alle oder für ausgewählte Beiträge fest, dass sie dem Freundeskreis vorbehalten bleiben.

Gibt es Ärger mit einzelnen Usern oder Inhalten, hilft der Bereich „Blockierungen“. Hier lassen sich einzelne Personen oder Inhalte einzelner Personen per Klick im Dropdown-Menü ausschließen. Nervt es Sie zum Beispiel, ständig Veranstaltungseinladungen von XY zu erhalten, können diese automatisch gesperrt werden.     

Eine Frage der Inhalte

Ein gewisses Maß an Anonymität schützt, in vielen Fragen gilt daher der Leitsatz: weniger ist mehr. So lassen sich Dokumente mit Ihrem Namen schwerer fälschen, wenn Sie keine hochauflösenden Portraits zur Verfügung stellen und das genaue Geburtsdatum nicht veröffentlichen. Ihr enger Freundeskreis kennt es ohnehin, auf den „Facebook-generierten“ Glückwünsch-Reigen müssen Sie dann halt verzichten. Es gibt Schlimmeres.  

Immer wieder gewarnt werden muss auch vor der Bekanntgabe des gegenwärtigen Aufenthaltsortes, denn diese Information können nicht nur Einbrecher nutzen. Gerade Kinder und Jugendliche begeben sich so in ernste Gefahr, an die falschen Freunde zu geraten.

Und noch ein Tipp: Wer sich als Netzwerk-Einsteiger irritiert fragt, was die anderen nun eigentlich zu sehen bekommen, kann den Bereich „Chronik und Markierungseinstellungen“ besuchen. Hier lässt sich zum einen festlegen, wer was von der Chronik sieht (zum Beispiel „nur ich“), zum anderen aber auch der Blickwinkel anderer User simulieren. 

Datensicherheit bei Facebook und Co.

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