Das sind Ihre Rechte beim Arztbesuch

Donnerstag, 13.04.2017

Patientenrechte sind durch die Gesetzgebung der vergangenen Jahre deutlich gestärkt worden. Welche Ansprüche Sie als Patient haben und wie Sie Ihre Rechte beim Arztbesuch geltend machen können, das erfahren Sie hier.

Die passenden Paragraphen für Ihre Rechte beim Arztbesuch finden sich vor allem im Versorgungsstärkungsgesetz und im Patientenrechtegesetz. Mit dem 2016 in Kraft getretenen Versorgungsstärkungsgesetz legt der Gesetzgeber fest, dass sogenannte Termineservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen jedem innerhalb von vier Wochen einen Termin beim Facharzt vermitteln müssen. Voraussetzung ist, dass die Überweisung vom Hausarzt als dringlich gekennzeichnet ist.

Arzt muss sich verständlich ausdrücken

Das Patientenrechtegesetz, das seit 2013 gilt, regelt den Anspruch auf Schadenersatz bei Behandlungsfehlern sowie auf eine umfassende und verständliche Beratung über Diagnose und Therapiemöglichkeiten. Bei geplanten Eingriffen wie Operationen muss der Arzt vorab ausführlich über die Behandlung und deren Risiken aufklären. Einverständniserklärungen und Ankündigungen für zuzahlungspflichtige Leistungen sind Ihnen schriftlich auszuhändigen.

Das Gesetz enthält auch das Recht auf das Einholen einer zweiten Meinung und auf eine Patientenquittung als Nachweis über die für Sie abgerechneten Kosten von Ärzten und Krankenhäusern.

Recht auf Hausbesuch?

Sie haben ein Recht auf Hausbesuch Ihrer behandelnden Haus- und Fachärzte, wenn Sie aufgrund Ihres Gesundheitszustandes nicht in der Lage sind, in die Praxis zu gelangen. Können Sie nicht gehen aber gefahren werden, erstattet Ihnen die Krankenkasse die Taxikosten, wenn der Arzt die medizinische Notwendigkeit für den Krankentransport bescheinigt.

Strafgebühren für Wartezeiten und versäumte Termine

Patienten haben das Recht auf Schadenersatz, wenn sie trotz vereinbarter Termine wiederholt in der gleichen Praxis unangemessen lange warten mussten. Sie müssen jedoch nachweisen, dass ihnen dadurch ein finanzieller Verlust entstanden ist. Die gleiche Beweispflicht hat der Arzt, wenn er Ihnen ein Ausfallhonorar berechnet, weil Sie einen Termin nicht abgesagt haben. 

Gespräch mit Arzt

Weitere Artikel

Kommentare