Das ist beim Einsatz einer Drohne zu beachten

Dienstag, 12.09.2017

Es ist ein alter Menschheitstraum, die Welt aus der Luft zu erobern. Wie ein Blick auf die Verkaufszahlen der Drohnen zeigt, hat er nicht an Faszination verloren. Durch die wachsende Zahl an Drohnen ist der Gesetzgeber nun allerdings gezwungen, ihre Möglichkeiten zu reglementieren.

Im April 2017 ist die neue Drohnen-Verordnung der Bundesregierung in Kraft getreten. Zum 1. Oktober greifen die meisten der darin enthaltenen Neuregelungen, zum Beispiel zur Kennzeichnungspflicht.

Neuregelung unterscheidet nach Art der Nutzung

Wenn der Flug ausschließlich Freizeitinteressen dient, spricht der Gesetzgeber in der Drohnen-Verordnung von einem Flugmodell. Die Regelungen sind identisch mit denen für Modellflugzeuge. Wenn ein kommerzielles Interesse dahintersteckt, ist von unbemannten Luftfahrtsystemen die Rede. Und dann gelten zum Teil strengere Vorschriften.

Zudem werden zahlreiche Unterscheidungen nach dem Gesamtgewicht der Drohnen getroffen, einschließlich ihrer „Ladung“ wie zum Beispiel Kameras. Wird hingegen eine Drohne nur auf Modellflugplätzen gestartet, sind erleichterte Bedingungen gültig.

Wann ist der Betrieb einer Drohne erlaubt, wann verboten?

Drohnen (Flugmodelle und unbemannte Luftfahrtsysteme) ab 5 Kilogramm zu betreiben, unterliegt der Genehmigungspflicht. Beim Nachtbetrieb gilt die Regelung auch für leichtere Modelle. Zuständig für die Genehmigung sind die Luftfahrtbehörden der Länder.

Der Betrieb einer Drohne wird grundsätzlich verboten:

  • über Menschenansammlungen
  • über Bundesbehörden, Gefängnissen und Naturschutzgebieten
  • außerhalb der eigenen Sichtweite (bis 5 Kilogramm, sonst nur mit Sondergenehmigung)
  • in einer Höhe von mehr als 100 Metern
  • von Systemen mit einem Gewicht über 25 Kilogramm
  • ohne Drohnen-Haftpflichtversicherung
  • ohne Kennzeichnung mit dem Name und Adresse ihres Besitzers (für Drohnen ab 250 Gramm)
  • Jugendlichen unter 16 Jahren (für Drohnen ab 2 Kilogramm)

Besondere Vorsicht ist zudem in der Nähe von Flughäfen geboten. Wenn man sich dem Gelände mit der Drohne auf mehr als 1,5 Kilometer nähert, wird die Zustimmung der Luftaufsicht benötigt.

Mann steuert Drohne

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