Das ändert sich zum September

Freitag, 01.09.2017

Im September 2017 stehen erneut zahlreiche Änderungen und neue Gesetze ins Haus. Viele haben einen technischen Hintergrund und betreffen mittelbar den Umweltschutz. Mancherorts wird es ab September auch lauter.

Gerade für Neuwagen könnte der September ein „Schicksalsmonat“ sein. Dabei ist leider nicht auszuschließen, dass es bei der Zulassung mit der Kfz-Steuer nach oben geht.

Gleich drei neue Regelungen für Autos

Alle Autos, die in der EU neu zugelassen werden, müssen ab September veränderte Tests beim Verbrauch und CO2-Ausstoß durchlaufen. Das bisherige Messverfahren im Labor NEFZ wird dann durch den international harmonisierten WLTP-Test ersetzt. Ziel der Sache ist es, die Diskrepanz zwischen den tatsächlichen Werten und den Laborergebnissen zu verringern.

Dasselbe Ziel verfolgt auch die Einführung von RDE, der „Real Driving Emissions“-Tests.  Dabei wird der Abgas-Ausstoß erstmals mit mobilen Anlagen auf der Straße gemessen. Der Einsatz erfolgt zunächst allerdings nur bei Dieselfahrzeugen, die neu zugelassen werden sollen. Altfahrzeuge sind also nicht betroffen. Ob höhere Messwerte höhere Kfz-Steuern bedeuten, bleibt abzuwarten.

Die dritte Änderung in Sachen Auto zielt ebenfalls auf den Umweltschutz: Im September tritt das neue Carsharing-Gesetz in Kraft. Städte und Gemeinden sind  aufgefordert, gebührenfrei Sonderparkflächen für Carsharing zur Verfügung zu stellen. Damit erhalten Anbieter von Carsharing-Diensten auch erstmals ausgewiesene Stellplätze im öffentlichen Raum.      

Weniger Watt für Staubsauger

Staubsauger gelten als Energiefresser, das soll sich nun ändern. Ab September dürfen in der EU keine Staubsauger mehr verkauft werden, die mehr als 900 Watt besitzen. Bisher lag die Grenze bei 1.600 Watt. Auch beim Lärm zeigt der Daumen nach unten. Bei 80 Dezibel ist ab sofort Schluss. Ihr altes Gerät dürfen Sie aber weiter benutzen, selbst wenn es lauter ist.

Bessere Sportplatznutzung

Lauter werden könnte es auf Sportplätzen, denn hier werden die Bestimmungen für den Lärmschutz ab 9. September gelockert. Vor allem die abendliche Ruhezeit und die Zeit von 13 bis 15 Uhr an Feiertagen wurden an die höheren Tages-Grenzwerte angepasst. Das Gesetz soll dazu beitragen, dass Sportplätze intensiver genutzt werden können.

Weitere Änderungen

Ebenfalls neu sind höhere Sicherheitsbestimmungen für Personenaufzüge und strengere Anforderungen für die Isolierung von Wasserspeichern. Auch im Bereich des Tierschutzes haben einige Tierarten Glück. Sie dürfen hochträchtig künftig nicht mehr geschlachtet werden. 

Auspuffqualm

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