Checkliste Hauskauf: Fünf Tipps

Dienstag, 26.12.2017

Ein Hauskauf will gut überlegt sein. Wer sich spontan in ein Haus „verliebt“, sollte sich einen objektiven Berater suchen. Liebe macht blind, so manches Traumschloss hat sich später als Bauruine erwiesen und den Neubesitzer vor schwere Herausforderungen gestellt. Hier fünf Tipps, unsere kurze Checkliste zum Hauskauf.   

Von der fehlenden Baugenehmigung bis zum Schädlingsbefall – bei einem Hauskauf können unliebsame Überraschungen drohen, die richtig teuer werden. Daher ist es wichtig, Mängel noch vor dem Vertragsabschluss zu erkennen. So lässt sich der Kauf entweder abblasen oder der Preis entsprechend herunterhandeln. Hier sind die wichtigsten Risiken, unsere Top 5:

Alles legal errichtet?

Vertrauen ist gut, Kontrolle aber notwendig: Prüfen Sie selbst in einem Wohngebiet, ob eine Baugenehmigung vorliegt und das Gebäude in seinen Ausmaßen allen Vorgaben entspricht. Die Unterlagen gibt es bei der Baubehörde, der Alteigentümer muss der Einsichtnahme meist zustimmen. Lassen Sie sich nicht mit mündlichen „Garantien“ abspeisen. Ein neu gekauftes Haus zwangsweise abzureißen, belastet den Geldbeutel und die Eigentümer-Seele.

Giftige Altlasten?

Platten mit Formaldehyd oder stark ausdünstende Holzschutzmittel lassen sich zwar beseitigen, aber der Aufwand sprengt meist den finanziellen Rahmen. Das gilt auch für eine Asbest-Sanierung. Der Einsatz muss durch Spezialfirmen erfolgen, das Material als Sondermüll entsorgt werden. Ganz von den Kosten abgesehen, besteht zunächst auch eine Gesundheitsgefahr. Das gilt übrigens auch für alte Wasserrohre, die noch aus Blei gefertigt wurden.

Alles gedämmt?

Bei energetischen Maßnahmen besteht nicht unbedingt Wahlfreiheit, gemäß Energiesparverordnung müssen bestimmte Arbeiten erledigt werden. So sind zum Beispiel Heizungen, die mehr als 30 Jahre auf den Rippen haben, zwingend auszutauschen. Auch Boden-Öltanks brauchen gelegentlich Erneuerung. Und wie steht es mit der Dämmung? Gebäude-Energiepass und Heizungskosten-Abrechnungen geben eine Antwort darauf.     

Ungebetene Mitbewohner?

Ist das Gebäude einmal vom Hausschwamm betroffen, müssen Balken & Co. meist komplett ausgetauscht werden. Bleibt der Holzwurm lange ungestört, ist er ebenfalls dazu in der Lage, die Tragfähigkeit zu gefährden. In allen Fällen gilt: Hilfe ist möglich, aber teuer. Gerade wer ohne chemische Keule gegen den Befall vorgehen will, braucht Geduld und solide Rücklagen.

Schon mit den Nachbarn gesprochen?

Der Lebenswert hängt in erstaunlichem Maße davon ab, wie wohl wir uns in einer Umgebung fühlen. Wer sich mit dem Nachbarn nur vor Gericht trifft, ist auch das schönste Haus schnell leid. Während alle genannten Punkte bei einem Bausachverständigen am besten aufgehoben sind, sollten Sie die Gegend rund ums Grundstück am besten selbst erkunden. So erfährt man auch, wann das Gebiet zur Einflugschneise wird oder die große Wiese vorm Haus dem neuen Outlet-Center weichen muss. Der Hausverkäufer wird Ihnen davon wahrscheinlich nicht berichten.

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