Autofahren im Ausland – das müssen Sie beachten

Dienstag, 23.01.2018

Innerhalb Europas sind heute die meisten Grenzen offen. Kein langes Warten an der Grenze, auf glatter Straße geht es einfach im Nachbarland weiter. Dabei wird gern übersehen, dass im Ausland andere Verkehrsregeln gelten. Das kann gefährlich, in jedem Fall aber teuer werden.

Wir haben einige Tipps zusammengestellt, was Sie beim grenzüberschreitenden Fahren beachten müssen. Wichtigster Grundsatz: Machen Sie sich schon vor dem Grenzübertritt schlau, um böse Überraschungen bei Tempo, Maut und Linksverkehr zu vermeiden.

Maut

In vielen europäischen Ländern zahlen Autofahrer Mautgebühren auf Autobahnen und Schnellstraßen. Auch für Brücken und Tunnel können Gebühren fällig werden. Heikel wird es immer dann, wenn die entsprechende Vignette bereits vor dem Befahren der jeweiligen Strecke erworben werden muss, was zum Beispiel in Österreich, der Schweiz, Tschechien und Norwegen der Fall ist. Wer nachlässig handelt, zahlt hohe Strafgebühren. Kontrolliert wird regelmäßig, denn es lohnt.

Geschwindigkeit

Die größte Umstellung für deutsche Autofahrer ist das Tempolimit auf Autobahnen. Zwar gibt es leichte Abweichungen zwischen den Ländern, mehr als 130 km/h sind jedoch kaum irgendwo erlaubt. (Ausnahme ist Polen mit 140 km/h) Wer das vergisst und wie in Deutschland mit 200 km/h über die Autobahn fegt, muss mit drastischen Strafen rechnen. In Skandinavien, Frankreich, der Schweiz oder in Österreich kann diese Raserei tausende Euros kosten – und im Extremfall im Gefängnis enden.

Beschilderung

In Deutschland fragen sich Autofahrer häufig, warum die Geschwindigkeit so stark reduziert wird. Gerade auf kurvigen Landstraßen gibt es viele Tempolimits, die nicht zwingend erscheinen – und auf Dauer zum zu schnellen Fahren verführen. In anderen Ländern, zum Beispiel in Polen oder auch in Spanien, sollte man sich darauf nicht verlassen: Die Beschilderung bedeutet hier häufig auch das fahrerische Maximum, um sicher unterwegs zu sein.

Linksverkehr

Der Linksverkehr ist für deutsche Autofahrer eine Herausforderung, vor allem in den ersten Stunden. Beim Linksabbiegen an der Kreuzung kann man die richtige Spur schon mal „verfehlen“, was gefährlich ist. Von großem Vorteil ist hier ein Beifahrer, der vor Verwechslungen rechtzeitig warnt. Linksverkehr herrscht in Europa unter anderem in Großbritannien, auf Zypern und auf Malta. 

Alkohol

Ein Glas Wein oder Bier zum Mittagessen lässt der Gesetzgeber in Deutschland zu. 0,5 Promille sind erlaubt. In anderen Staaten geht es da strenger zu. So gelten in Tschechien und Ungarn 0 Promille, in Polen sind nur 0,2 Promille erlaubt. Verstöße kosten meist mehrere hundert Euro. 

Blick des Fahrers auf die Straße

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