Auto verkaufen: Darauf kommt’s an

Montag, 10.04.2017

Sie wollen Ihr Auto verkaufen? Nichts leichter als das. Wer zum nächsten Händler rollt, die Zulassung im Gepäck, ist ganz schnell wieder Fußgänger. Der Erlös fällt hier jedoch meist mager aus. Ein Privatverkauf verspricht da mehr, kostet aber auch ein wenig Vorbereitung und Knowhow.  

Am erfolgreichsten verkauft, wer sich in die Rolle des Käufers versetzt. Welche Informationen sind dann für Sie wichtig? Was wollen Sie sehen? Was macht Sie skeptisch? Mit diesem Herangehen werden sich schnell Interessenten finden – solange der Preis stimmt.

Der Preis

Für Sie ist das geliebte Gefährt ein wahrer Schatz, für potentielle Käufer nicht unbedingt. Die meisten wollen günstig kaufen und haben mehrere Angebote zur Wahl. Sie sollten daher zunächst eine realistische Werteinschätzung treffen. Hier lohnt es, ein paar Euro zu investieren: Beim Bewerter Schwacke kostet das online zum Beispiel 7,90 Euro. Sonderausstattung wird berücksichtigt.

Nichts als die Wahrheit

So verführerisch kleine Mogeleien auch sind: Bleiben Sie bei der Wahrheit. Unfälle müssen erwähnt werden, ebenso die Nutzung als Mietwagen oder Taxi. Sonst ist die Freude über den Verkauf womöglich kurz, denn der Kaufvertrag kann später noch angefochten werden. Jeden Bagatellschaden zu nennen ist jedoch keineswegs nötig.

Bis ins Detail

Eine übersichtliche Liste zur Ausstattung, zu den technischen Parametern, zum Kilometerstand und zur Erstzulassung ist ebenso gefragt wie eine kurze Beschreibung. Die wichtigsten Fakten gehören an den Anfang.

Hinzu kommen Bilder, eventuell auch ein Video. Sie sollten den Wagen im besten Licht erscheinen lassen. Wird ein Käufer über die Optik gewonnen, ist das ein 1A-Verkaufsargument. Der „Den-will- ich-haben-Effekt“ bringt Sie auch Ihren Preisvorstellungen näher.

Das Kleingedruckte

Den Vertrag liefern Sie, Vordrucke gibt es im Netz. Dieser Vertrag sollte unterzeichnet werden, nichts anderes. Auch wenn der Käufer nett ist: Überprüfen Sie alle persönlichen Daten und nehmen Sie gegebenenfalls einen Vertrauten zur Probefahrt mit.

Hinweis: Melden Sie den Wagen nicht zu früh ab, dann darf er nicht mehr auf öffentlichem Grund bewegt werden. Bleibt der Wagen angemeldet, bleiben Sie bis zur Ummeldung allerdings auch in der Haftung. Der sicherste Weg ist ein Kurzzeitkennzeichen. Ist der Verkauf vollzogen, melden Sie dies sofort der Zulassungsstelle UND der Versicherung. 

Autoverkauf

Weitere Artikel

Kommentare