Arbeitsvertrag: Das muss alles drinstehen

Montag, 15.01.2018

In Deutschland herrscht Vertragsfreiheit. Jeder ist berechtigt, Verträge in der von ihm gewünschten Form abzuschließen, solange er dabei nicht gegen Gesetze oder die guten Sitten verstößt. Ein Arbeitsvertrag ist mit der Ausnahme von Befristungen damit auch mündlich rechtsgültig. 

Üblich ist die mündliche Form des Arbeitsvertrages nicht, weil später kein Nachweis über die konkreten Vereinbarungen geführt werden kann. Selbst ohne bösen Willen können die Erinnerungen differieren, Streit ist somit wahrscheinlich.

Schon aus diesem Grund wird der Arbeitgeber über das Nachweisgesetz dazu verpflichtet, die wichtigsten Punkte der Vereinbarung schriftlich niederzulegen. Der Vertrag kann also zunächst zwanglos im Gespräch erfolgen, bis spätestens einen Monat nach Arbeitsaufnahme ist dann alles zu Papier zu bringen und zu unterzeichnen.

Was gehört in einen Arbeitsvertrag?

Der Arbeitsvertrag sollte die wichtigsten Fragen rund um das Arbeitsverhältnis klären. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Leistung der Arbeitnehmer wann zu erbringen hat und in welcher Höhe der Arbeitgeber diese Tätigkeit wann entlohnt. Dabei ist der aktuellen Gesetzeslage Rechnung zu tragen, zum Beispiel beim Mindestlohn und bei der Arbeitsdauer.

Folgende Daten muss ein Arbeitsvertrag somit enthalten:

  • Name des Arbeitnehmers / Arbeitgebers beziehungsweise des berechtigten Vertreters
  • Anschrift des Arbeitnehmers und Arbeitgebers
  • Kurzbeschreibung der Tätigkeit
  • Höhe des Entgelts, seine Zusammensetzung und die Fälligkeitstermine
  • Regelung zur Arbeitszeit und zum Urlaub
  • Fristen zur Kündigung / Festlegungen zu einer zeitlichen oder zweckgebundenen Befristung

Der Arbeitsvertrag beinhaltet somit die wichtigsten Rechte und Pflichten beider Vertragsparteien. Werden zu Themen keine Regelungen getroffen, gelten die gesetzlichen Mindeststandards beziehungsweise die Regelungen der Betriebsvereinbarung oder des Tarifvertrags. So würde zum Beispiel das Bundesurlaubsgesetz greifen, wenn die Vertragsparteien keine darüber hinausgehende Vereinbarung treffen. Selbiges gilt für das Entgeltfortzahlungsgesetz bei Krankheit. Auch Bestimmungen zur Fürsorgepflicht oder zur Gleichbehandlung durch den Arbeitgeber sind gesetzlich in Kraft, brauchen damit keine neuerliche Erwähnung im Arbeitsvertrag.  

Abschluss Arbeitsvertrag

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