Arbeitskleidung und ihre Steuervorteile

Mittwoch, 21.06.2017

Benötigen Sie zur Ausübung Ihres Berufs eine bestimmte Arbeitskleidung, lassen sich die Kosten für den Kauf und die Pflege steuerlich absetzen. Das gilt aber nur dann, wenn der Arbeitgeber die Kosten nicht übernimmt und eine private Nutzung ausgeschlossen ist.  

Steuerrelevant wird Ihre Arbeitskleidung immer dann, wenn sie dem Schutz dient oder fest zum jeweiligen Berufsbild gehört. So kann der Laborassistent seinen Schutzanzug absetzen, ebenso wie der Hausmeister seinen Kittel. In beiden Fällen ist eine Privatnutzung unwahrscheinlich.

Gehen Sie dagegen im feinen Zwirn ins Büro, mag das zwar zum gewünschten Berufsbild gehören, absetzbar ist der Anzug aber dennoch nicht.

Arbeitgeber trägt die Kosten

Arbeitskleidung wird meist vom Arbeitgeber gestellt. Er übernimmt damit die Kosten, eine steuerliche Absetzung kommt für Sie als Arbeitnehmer folgerichtig nicht in Betracht – oder zumindest nur für die Pflege. Der Arbeitgeber verbucht seine Ausgaben als Betriebskosten.

Erfüllt die gestellte Arbeitskleidung den Anspruch der steuerlichen Absetzbarkeit, entsteht dem Arbeitnehmer auch kein geldwerter Vorteil. Die Aushändigung der Sachen bleibt somit steuerfrei.

Arbeitnehmer trägt die Kosten

Müssen Sie sich als Arbeitnehmer Ihre Arbeitskleidung selbst besorgen, können Sie alle Ausgaben in der Steuererklärung als Werbungskosten geltend machen.

In einigen ausgewählten Berufen wird die Arbeitskleidung als absetzbar anerkannt, auch wenn die private Nutzung möglich ist. So darf zum Beispiel der Kellner seinen schwarzen Anzug steuerlich geltend machen, ebenso der Fitnesscoach sein Sport-Outfit. Hier spielt eine Rolle, dass die Kleidung im Beruf stark verschleißt und die mögliche Privatnutzung damit kaum ins Gewicht fällt.

Was zählt zur Arbeitskleidung?

Im Zweifelsfall gilt: Die Hauptkleidung ist steuerrelevant, das „Drumherum“ dagegen nicht. Zum Beispiel begünstigt das Finanzamt Socken und Schuhe also meist nicht. 

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