Airbnb & Co.: Was Sie bei der Vermietung Ihrer Wohnung beachten sollten

Freitag, 10.11.2017

Sie sind häufig unterwegs und wollen Ihre Wohnung in diesen Zeiten vermieten? Das kann durchaus sinnvoll sein, denn es spült Geld in die Haushaltskasse. Um Ärger zu vermeiden, sind vor der Vermietung über Airbnb & Co. jedoch viele Punkte zu beachten. 

Dank Anbietern wie wimdu.de oder Airbnb ist die Kurzzeit-Vermietung inzwischen ziemlich leicht. Das jeweilige Portal vermittelt zwischen Vermieter und Mieter und erhält dafür seinen Obolus. Der Aufwand ist auf allen Seiten gering.

Wohnung an Touristen vermieten - das sollten Sie beachten!

Mieter als Vermieter: Wer selbst zur Miete wohnt, kann die Räume nicht einfach vermieten. Es bedarf der Zustimmung des Vermieters, der diese durchaus verweigern kann. Der Wille des Mieters, zusätzlich etwas Geld zu verdienen, gilt nämlich noch nicht als berechtigtes Interesse, um eine Erlaubnis zur Untervermietung zu erzwingen.

Wer die Wohnung ohne Einwilligung des Vermieters anbietet, riskiert damit die Kündigung.

Staatliche Vorgaben: Wohnungen sind zum dauerhaften Wohnen, nicht unbedingt zur Vermietung an Kurzzeitgäste gedacht. Mit der Begründung der Zweckentfremdung können die Landesbehörden die kurzzeitige Vermietung über Airbnb & Co. daher verbieten. Von diesem Recht wird rege Gebrauch gemacht. So darf zum Beispiel in Berlin keine Wohnung mehr in Gänze Touristen überlassen werden. (Die Klage eines Berliners gegen dieses Verbot war allerdings kürzlich erfolgreich, gesetzliche Änderungen sind also möglich.)

Wer vermieten will, sollte sich beim örtlichen Bezirks- oder Gemeindeamt erkundigen.

Vermieter und der Gewinn: Keine wirkliche Hürde aber durchaus ein Stolperstein ist die Sache mit der Steuer. Über den Gewinn aus der Vermietung freut sich nämlich auch der Fiskus, zumindest wenn die Freigrenzen überschritten werden (bei Eigentümern, die vermieten liegt diese zum Beispiel bei 520 Euro im Jahr).

Wer Mieteinnahmen verschweigt, muss mit einer Anklage und Strafzahlungen rechnen.

Haftung des Vermieters: So bleibt schließlich noch die Frage: Was geschieht, wenn der freundliche Gast randaliert? Die Antwort ist eindeutig: Den Schaden tragen Sie und müssen später versuchen, ihn wieder einzufordern. Da das im globalen Gefüge gar nicht so einfach sein wird, kommt schnell die Idee von Kautionen und zusätzlichen Versicherungen.

Kurz gesagt: Untervermietung will gut überlegt sein.   

Rucksacktouristen auf dem Bett

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