Advopedia Basiswissen: Unlauterer Wettbewerb

Montag, 04.09.2017

Verstößt ein Unternehmen im wirtschaftlichen Wettbewerb gegen die guten Sitten, spricht man von „unlauterem Wettbewerb“. Es handelt sich dabei um einen Rechtsverstoß, der geahndet werden kann. 

Welche Maßnahmen als unlauterer Wettbewerb gelten, wird im UWG, dem "Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb", detailliert beschrieben. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass ein Gewerbetreibender, der es an gesunder Fairness im Umgang mit der Konkurrenz vermissen lässt, unlauter handelt. Er verschafft sich so unberechtigt Vorteile auf Kosten der anderen. Der Tatbestand des unlauteren Wettbewerbs ist somit klar vom fairen Wettbewerb in der jeweiligen Branche abgegrenzt. Das UWG soll konkurrierende Unternehmen vor unlauterem Wettbewerb schützen.

Beispiele für unlauteren Wettbewerb

Gemäß UWG verstoßen zum Beispiel folgende Tatbestände gegen die guten Sitten:

  • die widerrechtliche Verwertung fremder Leistungen
  • die Verleumdung von Wettbewerbern
  • die Bewerbung von Produkten mit falschen Angaben
  • die bewusste Behinderung von Mitbewerbern
  • die systematisch betriebene Abwerbung von Arbeitskräften
  • die Veranstaltung von Gewinnspielen ohne klare Teilnahme- und Gewinnbedingungen

Mögliche Folgen

Besteht der begründete Verdacht auf unlauteren Wettbewerb, kann der Betroffene oder ein berechtigter Dritter, zum Beispiel der zuständige Branchenverband, Klage erheben. Die Folgen im Falle einer Verurteilung richten sich nach dem konkreten Fall.

Neben der Pflicht zur Auskunftserteilung und zur Unterlassung ist zum Beispiel die Verurteilung zu Schadenersatz möglich. Auch eine Abführung der unlauter erzielten Gewinne kann vom Richter verfügt werden.    

Seilziehen zwischen zwei Männern

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