Advopedia Basiswissen: Darlehensvertrag

Donnerstag, 18.01.2018

Von einem Darlehen ist die Rede, wenn eine Person einer anderen Geld oder Sachwerte befristet zur Nutzung überlässt. Der Darlehensvertrag regelt die genauen Konditionen, die zwischen Darlehensgeber (Kreditgeber) und Darlehensnehmer vereinbart wurden. 

Üblich ist die Schriftform, aber auch mündliche Darlehensverträge sind gültig. Die formalen Ansprüche an den Darlehensvertrag ergeben sich aus der Höhe des überlassenen Betrages und der Laufzeit. Erhalten Sie von einem Freund für zwei Wochen hundert Euro, ist die Abwicklung einfacher als bei einem Baudarlehen, das über Jahrzehnte läuft. Hier kann es sogar sein, dass Formfehler (Beispiel Widerruf) zur Ungültigkeit des Vertrages führen.

Die Gültigkeit jedes (Darlehens-)Vertrags setzt voraus, dass die Partner geschäftsfähig sind, freiwillig handeln und nicht gegen geltendes Recht verstoßen wird.

Formen des Darlehensvertrags

Je nach der Verwendung des Darlehens und den vereinbarten Modalitäten der Rückzahlung wird zwischen unterschiedlichen Darlehensformen unterschieden. Typische Beispiele sind der Ratenkredit mit gleichbleibenden Tilgungsraten, das Annuitätendarlehen, bei dem der Schuldendienst aus Zinsen und Tilgung ebenfalls in seiner Höhe unverändert bleibt oder das endfällige Darlehen, bei dem der Gesamtbetrag am Ende der Laufzeit zu zahlen ist.

Viele Darlehen sind an Bedingungen geknüpft, zum Beispiel an Sicherheiten, die der Darlehensnehmer hinterlegen muss. Bauspardarlehen setzen beispielsweise einen bestimmten Ansparbetrag voraus, ehe das Darlehen zur Auszahlung kommt. 

Die wichtigsten Inhalte des Darlehensvertrages

Neben Name und Adresse von Darlehensgeber und Darlehensnehmer sind folgende Inhalte von höchster Relevanz:

  • Höhe des Darlehens
  • Laufzeit des Darlehens
  • Modalitäten der Rückzahlung, gegebenenfalls Höhe und Fälligkeit der Raten
  • Höhe der zu zahlenden Zinsen
  • Sicherheitsabtretungen und Folgen eines Zahlungsverzugs

Verstößt einer der Partner gegen seine vertraglichen Pflichten, dient der Darlehensvertrag dem anderen zur Durchsetzung seiner Rechte, notfalls vor Gericht. 

Vertragsunterzeichnung

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