Ab Januar 2018: So wird Ihr Geld noch sicherer

Samstag, 23.12.2017

In die privaten Bankgeschäfte könnte im neuen Jahr Bewegung kommen, denn im Januar geht „PSD2“ auch in Deutschland an den Start. Die EU-Richtlinie hat zum Ziel, Online-Geldgeschäfte noch sicherer, günstiger und flexibler zu machen. Ist PSD2 der Turbo für den Finanzmarkt?

Die meisten Nutzer von Online-Banking beschränken sich derzeit zwangsläufig auf Transaktionen bei ihrer Hausbank. Überweisungen, vielleicht noch ein paar Aktienkäufe, dann hört es auch schon auf. Die EU-Kommission will die Möglichkeiten nun stark erweitern und hat neue Wege für Finanzdienstleistungen geebnet. Das Ziel: Mehr Wettbewerb, geringere Kosten, ein Plus an Dienstleistungen.

Was ist geplant?

Mit Inkrafttreten der Verordnung im Januar 2018 erhalten Bankkunden die Möglichkeit, ihre Daten an andere Dienstleister, sogenannte Fintechs, zu übermitteln. Auch der direkte Zugriff auf das Konto soll bei Zustimmung des Kunden möglich sein. Die EU-Kommission geht davon aus, dass auf Basis der Informationsauswertung neue Dienstleistungen entstehen und zugleich die Gebühren sinken, die derzeit von den Banken erhoben werden. Hat der Kunde zum Beispiel die Wahl, Transaktionen über einen (zertifizierten) Drittanbieter günstiger abzuwickeln, könnte er kräftig Gebühren sparen.

Ist das sicher?

Während Google & Co. längst alle Kundendaten für ihre Produkte nutzen, ist das bei Bankgeschäften bisher ein Tabu. Großbanken bestimmen das Geschäft und verdienen gut. Begründet wird diese Abschottung häufig mit Sicherheitsrisiken, was so jedoch nicht stimmt, weil sich die Standards leicht erhöhen lassen.

Geplant ist, ab 2018 mit einer „starken Kundenauthentifizierung“ zu arbeiten. Der Online-Kunde muss sich dafür zusätzlich zum TAN-Verfahren „ausweisen“, zum Beispiel über einen Fingerabdruck-Sensor. Das Prinzip: Wissen (PIN), Besitz (TAN-Generator), Inhärenz (Fingersensor). Kommen nicht mindestens zwei dieser drei Parameter zusammen, kann kein Geschäft getätigt werden.

Und noch eine gute Nachricht: Die Haftungsgrenze für unbefugte Zahlungen sinkt für den Kunden ab Januar 2018 von 150 auf dann 50 Euro. 

Mann kalkuliert

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